Neubau des Geschäftssitzes der Firma BEDAV GmbH
Leipzig, 2010
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Konzept
In einem Architektenwettbewerb für einen Neubau des Geschäftssitzes der BEDAV GmbH in Leipzig konnten wir mit unserem Vorschlag den 1. Preis belegen und wurden mit der Realisierung beauftragt. Die Baukörperstellung wurde so gewählt, dass ein möglicherweise 3. Bauabschnitt errichtet werden kann und mit einem vorgelagerten Grünbereich mit Parkflächen ein campusartiger Eindruck entsteht. Durch die Lage der geplanten Gebäude gliedert sich das Grundstück in Verkehrsflächen und Ruhezonen. Zusätzlich entsteht durch die Anordnung des künftigen Hauptgebäudes parallel zur Bornaer Straße eine Empfangsgeste für die Besucher des Unternehmens.
Zusammen mit architektonisch verbindenden Elementen wie überdachten Wegeführungen und weit auskragenden Vordächern wird eine Art Vorplatzsituation geschaffen. Die Haupterschließung des Gebäudes wird deutlich herausgearbeitet. Im abgewandten Bereich wurde in einem 2. Bauabschnitt eine Cafeteria angebaut, die das Gebäude nach Südwesten hin ergänzt. Sie dient als Treffpunkt und Kommunikationszentrum für Besucher und Mitarbeiter.
Innerstädtisch hochwertiger Neubau mit innovativer Fassade und medizinischer Nutzung
Leipzig, 2012
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Innenarchitektur
Lounge Designgroup
Publikationen
Detail Zeitschrift 2013 Architekturkalender 2013
Konzept
Mit dem Ärzte-Kompetenz-Zentrum am Simsonplatz in Leipzig schließt sich die Ecksituation am Bundesverwaltungsgericht. Die Gestaltung des neuen Gebäudes fügt sich harmonisch in das Ensemble aus Bundesverwaltungsgericht, Gründerzeithäusern und Mendelssohnufer. Zwar unterscheidet sich die Fassadengestaltung des Neubaus von der übrigen Bebauung, jedoch orientiert sich die Gestaltung an den Traufhöhen und Gesimsen des benachbarten Gründerzeithauses.
Der zerschnittene Baukörper schiebt einzelne Geschosse über den entstehenden Gebäudeknick hinaus. Mit diesem Versatz entsteht eine völlig neue Eckenkomposition: Das Haus biegt buchstäblich um die Ecke. Brüstungen und obere Fensterabschlüsse laufen diagonal auseinander. Wo sie aufeinandertreffen, entstehen vollständig verglaste Flächen. So gewinnt der Innenbereich großzügige, helle Wartezonen, während die Behandlungsbereiche seitlich geschützt bleiben.
Die Winkel der Fassadenstruktur finden sich auch im Innenbereich wieder, hier gliedern sich Flurbereiche nach dem Patientenaufkommen. Für das Ärztezentrum entsteht so eine perfekte Arbeitsatmosphäre, Patienten werden in einer hellen und sachlichen Umgebung empfangen. Es handelt sich um ein energetisch sparsames Gebäude. Die zweischalige Fassade, Heiz- und Kühldecken sowie Erdwärmenutzung optimieren den Energieverbrauch. Die flächenbündige Verglasung spiegelt zudem das Bundesverwaltungsgericht und spielt so mit seiner Lage.
Neubau eines Wohnheims für Studierende in Holzhybridbauweise
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Leonie Kübert (M.A. für Architektur)
Visualisierungen
Arian Wonneberger (M.A. für Architektur)
Konzept
Im Leipziger Stadtteil Schönefeld-Abtnaundorf ist der Neubau von studentischem Wohnen mit insgesamt 266 Wohneinheiten geplant. Das Nutzungskonzept sieht eine Wohnnutzung vor, die sich an Studierende richtet. Die angrenzende Bebauung bildet eine heterogene Struktur aus, die von Wohnen und Gewerbe geprägt ist und unterschiedlichste Bautypologien aufweist. Entlang der Rackwitzer Straße findet sich sowohl eine offene, als auch geschlossene Bebauung wieder. Die unterschiedlichen Bautypologien sind auf die Prägung des Gebiets als ehemaliges Industriegebiet, bzw. Gewerbegebiet mit unmittelbar angrenzender Wohnnutzung zurückzuführen.
Die westliche straßenseitige Fassade orientiert sich am Bestand und wird eine flächige geschlossene Fassade. Im Norden werden die Wohneinheiten durch Laubengänge erschlossen. Im Süden orientieren sich die Balkone zum Innenhof. Die Fassade ist eine moderne und charakterstarke Fassade, die sich stilgerecht in den architektonischen Kontext einfügt. Im Fall des Neubaus in der Rackwitzer Straße ist Nachhaltigkeit durch die Holzbauweise ein wichtiger Aspekt. Zudem bietet der Entwurf den Platz, ein Grün-Blaues Dach zu realisieren, was die Wasserspeicherung, einen Dachgarten und eine PV-Anlage beinhalten. Diese Maßnahmen wirken sich sehr positiv auf das Klima der Umgebung aus und schafft somit einen Mehrwehrt für das Gebäudeklima.
Außerdem ist es Ziel, durch den Einsatz von Holz, als erneuerbaren, nachwachsenden und umweltverträglichen Baustoff, innovative Lösungen mit großer Aufmerksamkeit der Umwelt gegenüber zu entwickeln. Dabei spielen konstruktive Elemente aus dem Holzbau, sowie ein konsequenter Niedrigenergie-Ansatz eine herausragende Rolle. Die Energieversorgung über die anliegenden Fernwärmeleitungen ist ein weiterer Schritt in Richtung eines ökologischen und nachhaltigen Bauvorhabens.
Mit der Schaffung eines begrünten Innenhofs gewinnt der geplante Neubau an Attraktivität. Durch die Bepflanzung und den darunter befindlichen Sitzgelegenheiten, lädt man die Studierenden zum Verweilen ein und schafft gleichzeitig einen zusätzlichen Aufenthaltsort. Die Grünfläche soll durch verschiedene Nutzungen wie eine Sitzfläche und Tischtennisplatten zur Freizeitgestaltung der Bewohner/-innen genutzt werden.
Denkmalschutz, Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten am Schloss Colditz
Colditz, 2007
Kompetenzen
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Eckdaten
2007–2009
Umfassungsmauer um den Tiergarten
Etat: 850.000,00 €
2010–2011
Stütz- und Umfassungsmauern am unteren Lustgarten
Etat: 500.000,00 €
2012–2013
Stütz- und Umfassungsmauern Terrassengarten, Weißenburg
Etat: 300.000,00 €
2013–2014
Stützmauer, Am Hainberg
Etat: 150.000,00 €
2013–2015
Bautechnische Sicherung und Sanierung historische Pferdeschwemme
Etat: 150.000,00 €
Konzept
Am imposanten Gebäudekomplex des Schlosses Colditz, eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser in Mitteldeutschland, geben unterschiedliche Bauformen Zeugnis von wechselvoller Geschichte und Nutzung. Funktionen als Burgward, kurfürstlicher Herrschaftssitz und Amtssitz, Jagdschloss, Witwensitz, Kranken- und Verwahranstalt, Schutzhaft- und Kriegsgefangenenlager haben vom 11. bis 20 Jahrhundert ihre baulichen Spuren hinterlassen.
Seit 2008 plant und überwacht die bürogemeinschaft BAUKOMPLEX, vertreten durch Dipl.-Ing. Rainer Rakow, für das Sächsische Bau- und Immobilienmanagement Niederlassung Leipzig I umfangreiche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten an den denkmalgeschützten Stütz- und Umfassungsmauern am Schloss Colditz.Die Bauaufgaben bestehen in der Verkehrssicherung und Wiederherstellung der Natursteinmauern durch Rückverankerungen, Spritzbetonsicherungen, Injektionsarbeiten und Mauerwerkssanierungen.
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Entwurf eines Weinguts
Steinauer Berg, 2012
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Johanna Boy (B.A. Architektur)
Konzept
Nahe der Ortschaft Großjena ließ der Hofjuwelier J. C. Steinauer aus Naumburg 1722 ein über 200 Meter langes Relief in seinem Weinberg errichten. Das deutschlandweit einzigartige Denkmal zeigt in zwölf Bildern Szenen aus dem Alten Testament, die die Arbeit im Weinberg, den Genuss von Wein und seine Folgen darstellen.
Die Entwurfsplanung zeigt die gelungene Verbindung einer modernen Schaukelterei mit einer Straußwirtschaft. Der Baukörper aus Cortenstahl, Holz und Glas passt sich in seiner ebenso modernen wie zurückhaltenden Formensprache in die ihn umgebende Kulturlandschaft ein. Er bleibt dabei ein bemerkenswert sichtbarer Solitär, ohne gleichzeitig wie ein Fremdkörper zu wirken. Ganz im Gegenteil sorgt die harmonische Verbindung von alten Mauerelementen, der Schönheit der einzigartigen Landschaft und dem entworfenen Neubau so erst für die richtige Balance.
Denkmalschutzrechtliche Instandsetzung und Sanierung der Stütz- und Umfassungsmauern der Burg Gnandstein
Giebelstadt, 2008
Kompetenzen
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Eckdaten
Auftraggeber: Freistaat Sachsen, vertreten durch das SIB NL Leipzig
2019 - 2020
Sanierung der Stützmauern an der Burg Gnandstein (Westwehr)
2009 - 2011
Sicherung und Teilwiederherstellung der Stützmauern an der Burg Gnandstein (Westwehr)
2008 - 2010
Stützmauern an der Burg Gnandstein
2008 - 2020
Instandsetzung und Sanierung denkmalgeschützter Stützmauern
Konzept
Die Entstehung der Burg Gnandstein wird auf den Zeitraum zwischen 1130 und 1190 datiert. Erstmals im Jahre 1228 erwähnt gilt sie als die besterhaltene romanische Burganlage in Sachsen. Ihre ursprüngliche Bedeutung erwuchs aus der strategischen wichtigen Lage auf einer Felsauskragung am Ostufer der Whyra nahe einer Furt im Zuge von Handelsstraßen nach Leisnig, Colditz später Leipzig und Prag.
Seit 2008 plant und überwacht die Bürogemeinschaft Baukomplex, vertreten durch Dipl.-Ing. Rainer Rakow, für das Sächsische Bau- und Immobilienmanagement Niederlassung Leipzig I umfangreiche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten an den denkmalgeschützten Stütz- und Umfassungsmauern an der Burg Gnandstein bei Kohren-Sahlis. Die Bauaufgaben bestehen in der Verkehrssicherung und Wiederherstellung der Natursteinmauern durch Rückverankerungen, Spritzbetonsicherungen, In-jektionsarbeiten und Mauerwerkssanierungen.
Die 2011 abgeschlossene Teilwiederherstellung der Mauern der Westwehr wird ab 2018 weitergeführt. Für die Mauerabschnitte A und B, C, D und E (Turm) und F erfolgt die Sanierung und Instandsetzung des Bruchsteinmauerwerkes. Anspruchsvoll ist die Einrüstung der Steilhänge Abschnitt A und B an der Burg. In Abstimmung mit dem Naturschutz erfolgt der Einbau von Quartiermodulen für Fledermäuse und Nistkästen für Mauersegler in die Steilwände. Auf der oberen Terrasse wird eine neue Winterlinde aus dem ehemaligen Bestand gezogen und neu gepflanzt.
Weitere Informationen
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Neubau einer Stadtvilla am Elstermühlgraben
Leipzig, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. für Architektur)
Konzept
Im Leipziger Stadtteil Zentrum-West entstand eine hochwertige Stadtvilla mit sechs Einheiten am Elstermühlgraben. Das Rahmenkonzept zum Stadthafen, eine Bebauung in Form von offener beziehungsweise abweichender Bauweise, Stadthäusern, Villen und Geschossbauten mit zwei bis vier Vollgeschossen vor. Das Gebäude ist viergeschossig und vollständig mit einer Tiefgarage unterkellert. Das Erdgeschoss befindet sich im Hochparterre, so dass die unterste Nutzungseinheit ein hohes Maß an Diskretion zulässt. Analog dieses Konzeptes und ausgehend von der exponierten Lage und Form des Grundstücks, schlugen wir einen stark gegliederten Baukörper mit deutlicher Orientierung zum Wasser vor. Durch diese Grundstruktur gelang es uns ein Gebäude zu entwickeln, welches sich zu den Seiten parallel zur Schreberstraße und parallel zur Käthe-Kollwitz-Straße schließt. Das Gebäude öffnet sich hingegen nach Südwesten und gibt den Blick auf den Flussbereich frei.
Durch die Grundrissform ergeben sich auf der Fluss-Seite großzügige Terrassen, durch welche der Baukörper dynamisch und leicht wirkt. Dementsprechend ergibt sich vom Elstermühlgraben aus gesehen ein stark gegliederter Baukörper, der als städtebauliche Dominante gegenüber dem Schreberbad und dem Stadthafen fungieren kann. Das Gebäude teilt sich in zwei ungleich große Kuben die, leicht versetzt zueinander, die beiden Nutzungsbereiche des Hauses nach außen ablesbar gestalten. Als Fassadenmaterial wurde Holz mit Gliederungen in hell- und mittelgrauen Putzelementen verwendet.
Neubau eines Bürogebäudes am Flughafen Halle/Leipzig
Halle/Leipzig, 2017
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Conrad Schumann (M. Sc. für Architektur)
Konzept
Mit einem veranschlagten Budget von 40 Millionen Euro und einer Nutzfläche von 15.800 Quadratmetern haben wir für ein Joint Venture des Flughafen Leipzig/Halle und des Projektentwicklers KSW GmbH den Neubau einer Gewerbeimmobilie mit dem Namen Apollo XI geplant. Der Entwurf soll dem Flughafen eine zusätzliche Kontur geben, die von allen Verkehrspunkten einzusehen ist. Das Gebäude soll ein neuer Blickpunkt auf dem Flughafengelände sein, der neben dem Zentralterminal mit seiner ellipsoiden „Flügelform“, der S-Bahnhaltestelle mit den Membrandächern das Erscheinungsbild erweitern wird.
Der herausragende Standort an der Einfahrt des Flughafens wird in einer weithin sichtbaren Architektur visualisiert. Ziel der Planung ist die Integration einer Nutzungsstruktur, die am Flughafen Leipzig/Halle bislang einzigartig ist und eine Verbindung aus Büro, Labor- und Co-Working-Produktionen auf dem Flughafengelände ermöglichen soll. Genau so innovativ und kreativ wie die Arbeit der Nutzer soll sich das Gebäude als „Landmark“ neben den Flughafen positionieren ohne ihn zu überstrahlen.
Das Projekt selbst ermöglicht einen individuellen Ausbau der Mietflächen. Dies schafft einen weiteren Anreiz für Unternehmen und Co-Working-Ensembles, die einen optimal zugeschnittenen Ausbau der Mietflächen erhalten. International ist die Lage am Mitteleuropäischen Knotenpunkt der DHL mit Zollabfertigung für produzierende Firmen optimal, da dies die Betriebsabläufe und Lagerzeiten der Unternehmen rapide verkürzt. So können Waren direkt von der Produktion verzollt und versandt werden.
Die Vorteile dieses Standortes direkt an den Logistikzentren macht dieses Projekt interessant für innovative Unternehmen, die nicht den Vertrieb in Niederlassungen, sondern im Internet über globale Partner suchen. Im Bereich der Nationalen Logistik profitieren die Unternehmen von der Lage des Standortes mitten in Deutschland und der unmittelbaren Anbindung an den Flughafen Leipzig/Halle in Verbindung mit der Deutsche Bahn, die auch den direkten Personenverkehr sichert. Der Individualverkehr wird durch die Autobahn 14 vervollständigt, die unmittelbar angrenzend am Standort verläuft.
Neubau eines Ärztehauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Lena Schneider (M.A. für Architektur)
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Visualisierung
Arian Wonneberger (M.A. für Architektur)
Konzept
Im nördlich gelegenen Leipziger Stadtteil Großwiederitzsch soll ein Ärztehaus mit Tiefgarage entstehen. Geplant ist ein viergeschossiger Neubau entlang der Delitzscher Landstraße. Das Gebäude umfasst verschiedene Praxen- und Gesundheitsdienstleister und wird langfristig ein neues medizinisches Versorgungszentrum. Das geplante Gebäude befindet sich in der Nähe der Leipziger Messe, umgeben von vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern, durchbrochen von einzelnen Gewerbestrukturen. Unweit des zukünftigen Ärztehauses befindet sich das Klinikum St. Georg Leipzig sowie das Alpha Omega Labor.
Die Kubatur des Ärztehauses orientiert sich an der im B-Plan Nr. E-139 „VHW – ehemaliges Holzveredelungswerk“ festgesetzten Baugrenze. Das Erdgeschoss ist z.T. zurückgesetzt, um eine natürliche Wegeführung und einen Windfang auszubilden. Die verglasten Flächen gewähren einen Einblick auf die innenliegenden gewerblichen Nutzungen. Durch abgesetzte Holztüren wird dem Besucher sofort ersichtlich, wo sich die Eingänge befinden. Die südliche Fassadenseite wurde im Erdgeschoss zurückgesetzt, um Parkplätze für die ankommenden Besucher zu schaffen. Auf der rückwärtigen, geschlossenen östlichen Fassadenseite befindet sich der Zugang zu dem Autoaufzug. Dieser Aufzug gewährleistet den Zugang zu der Tiefgarage, welche wiederum genügend Parkflächen für Mitarbeitende, als auch ausreichend Platz für Nebenflächen zur Verfügung stellt.
Erschlossen wird das gesamte Gebäude über ein innenliegendes Sicherheitstreppenhaus, welches den Kern des Gebäudes bildet. Angrenzend an das Treppenhaus befinden sich zwei große Atrien, welche das Innere des Gebäudes zusätzlich belichten. Das klare Raster der Fassade spiegelt sich auch in der inneren Struktur des Gebäudes wider. Aufgrund des Versorgungskerns, bestehend aus dem Treppenhaus, den Atrien und den Sanitärbereichen, können sich die restlichen Räume und Wände in einem 1m x 1m Raster bewegen. Langfristig kann das Gebäude sich an die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer anpassen. Diese Form der Grundrissgestaltung stellt einen nachhaltigen Architekturansatz dar. Das Gebäude soll eine Winkelstehfalzfassade erhalten. Die umlaufenden Fensterbänder gliedern und prägen die Außenwirkung des Gebäudes. Die Fassadengestaltung liegt ebenfalls dem 1m x 1m Raster zugrunde, jedoch spielen die Winkelstehfalzmodule im Gegensatz zu den Fensterbändern mit dem Raster. Da das Fassadenraster der Winkelstehfalzmodule mit zunehmender Geschosshöhe immer kleiner wird, erweckt das Gebäude den Eindruck, dass es sich nach oben verjüngt und gen Himmel streckt.
Das Grundstück wird lediglich mit der Zuwegung für Fußgänger als auch der Zufahrt für die Parkflächen und den Autoaufzug ausgestattet. Die Bodenbeläge für die Zuwegungen sollen mit versickerungsfähigem Pflaster erfolgen. Die restlichen Flächen des Grundstückes sollen größtenteils als Wiesenfläche belassen werden und mit einheimischen bzw. wie in B-Plan vorgeschriebenen Gehölzen und Bäumen bepflanzt werden. Die zwei straßenseitigen größeren Bäume als auch die drei großen Bäume im rückwärtigen Bereich des Grundstückes sollen erhalten werden. Somit bleibt der gartenähnliche Charakter des Grundstückes bewahrt.
Ausbau der Räumlichkeiten der Architektenkammer Sachsen
Leipzig, 2014
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. (FH) für Architektur)
Partner/-in
Innenarchitektur
Kasel Innenarchitekten – Sibylle Kasel
Ausführung/ Bauleitung
Architekturbüro Dr. Crimmann
Konzept
Für die neuen Räumlichkeiten der Architektenkammer Sachsen in Leipzig durfte die bürogemeinschaft BAUKOMPLEX – Architekt Martin Faßauer die Entwurfs- und Genehmigungsplanung entwickeln. Die Innenarchitektur wurde wurde von Kasel Innenarchitekten – Sibylle Kasel umgesetzt, die Ausführung und Bauleitung oblag Architekturbüro Dr. Crimmann – Dr. Berthold Crimmann.
Neubau eines Wohn-und Geschäftshauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Magdalena Neugebauer (M.A. für Architektur)
Konzept
Das geplante Wohn- und Geschäftshaus befindet sich direkt am Lindenauer Markt, dem Zentrum des lebendigen und jungen Stadtteils Lindenau. Ziel des Entwurfes ist es, das beliebte Quartierszentrum durch einen letzten Stadtbaustein zu ergänzen und die Raumkanten am Lindenauer Markt und der Odermannstraße wiederherzustellen. Das Bauvorhaben fügt sich in seiner Nutzung und Kubatur in die bestehenden kulturellen und städtebaulichen Strukturen ein und erweitert diese individuell und zeitgemäß. Die noch letzte Baulücke am Lindenauer Markt soll dafür geschlossen, die Platzsituation vervollständigt und das Quartier nachhaltig ergänzt werden.
Die geplanten Nutzungen des Wohn- und Geschäftshauses gehen individuell auf die Bedürfnisse der Anwohner und Besucher vor Ort ein. Im Erdgeschoss umfasst dies eine Einzelhandelsfläche, in Form eines Biomarktes. In den folgenden Geschossen sind Wohnnutzung (1-5 Raumwohnungen) sowie Büroflächen für junge Unternehmen und Start-Ups angeordnet. Arbeiten, Einkaufen und Freizeitnutzung können hier einen gemeinsamen Ort finden und nachbarschaftliche Synergien geschaffen bzw. gestärkt werden.
Dem gesamten Entwurf liegt ein Konzept intensiver Begrünung zugrunde. Zur Aufwertung des dichten städtebaulichen Umfeldes ist eine Begrünung der Dachlandschaft vorgesehen. Das Grundstück, welches bisher als Fußgänger -Verbindungsstück zwischen dem Lindenauer Markt und der Odermannstraße fungierte, soll diese Funktion weiterhin erfüllen. Die Durchwegung wird in Form einer begrünten Passage erhalten und stellt im weitesten Sinn einen «Shared Space» dar, ähnlich einer innerstädtischen Fußgängerzone. Durchwegung, Durchlässigkeit der Bebauung und Freiraumgestaltung unterstützen den offenen Charakter des Quartiers und werten ihn gleichzeitig auf, indem Grünräume und Orte des öffentlichen Zusammenlebens geschaffen werden.
Die Fassade präsentiert sich als Teil einer straßenbegleitenden Blockstruktur und ist gleichzeitig wichtiger Baustein der Platzgestaltung. Die Trauf- und Firsthöhen, sowie Geschossigkeit orientieren sich an den umgebenden Bestandsgebäuden. Ebenso ist es die Heterogenität an Baustilen, vertreten am Lindenauer Markt, welche eine Grundlage für die Maßstäblichkeit und Qualität des Entwurfs darstellt. Dieser orientiert sich an den Proportionen der umgebenden Fassaden, nimmt das vorherrschende Prinzip der Fensterachsen und -reihung, im überwiegend stehenden Format, auf und interpretiert dieses auf sensible Weise neu.
Vertikale Fensterformate und ein Wechsel aus geneigten und geraden Wandflächen schaffen ein spannungsvolles Verhältnis von Wand und Öffnung, sowie eine ausgewogene Proportionierung der Elemente zueinander. Durch die unterschiedlichen Ebenen der Fassadenelemente entsteht zudem ein interessantes Fassadenrelief, geprägt durch dezente Vor- und Rücksprünge. Gleichzeitig werden kleine Austritte generiert; das Hinaustreten aus dem Wohnraum in den Stadtraum soll hier ermöglicht werden. Die moderne Wohnung erhält einen kleinen Freiraum im innerstädtischen Bereich. Großzügige Verglasungen der Gewerbeflächen im Erdgeschoss schaffen wiederum einen Bezug zum Platz, ohne dass die Proportionen der Fassadengestaltung verändert werden. Um die Feinheit der Plastizität zu betonen, ist die durchgängige Verwendung von hellem Naturstein vorgesehen. Dieser unterstreicht die Einheitlichkeit der Fassade; lenkt nicht vom zugrunde liegenden Prinzip der Reliefbildung ab.
Neubau von Ferienapartments als Erdhäuser
Rügen, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)
Konzept
In Lohme auf Rügen ist der Bau von vier Erdhäusern auf dem Grundstück des Privathotels Schloss Ranzow geplant. Diese verfügen über 14 moderne und zugleich komfortable Apartments, die Platz für bis zu zwei Personen bieten. Für reisende Familien, von bis zu vier Personen, steht zusätzlich ein großzügiges 80qm Apartment zur Verfügung. Die Unterkünfte verfügen über ein bis zwei Schlafzimmer mit einem Doppelbett, einen Aufenthaltsraum, sanitäre Einrichtungen sowie einen Balkon oder eine Terrasse mit Zugang zur Natur im Gartengeschoss.
Auf Helligkeit wird bei den Erdhäusern besonders viel Wert gelegt: Die Ost - und Westfassade ist aufgrund der Topografie überwiegend geschlossen, hingegen öffnet sich die Fassade in Richtung Norden als großzügige verglaste Fensterfront und bietet einen Panoramablick über den Golfplatz bis hin zur Ostsee. Einzelne Dacheinschnitte sorgen zusätzlich zur großzügigen nordseitigen Fensterfläche für ausreichend Belichtung im Inneren des Gebäudes. Kubische Formen sowie die minimalistische und zurückhaltende Gestaltung des Wohn- und Schlafbereiches spiegeln den Charakter des Hauses wider. Inspiriert von der Harmonie der Natur strahlen die Apartments Frische, Modernität und Wärme aus.
Umbau eines Ferienhauses
Freyburg, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
Das Saale-Unstrut Gebiet ist für seine malerischen Weinberge, historischen Burgen und Schlösser sowie für seine zahlreichen Freizeitmöglichkeiten bekannt. Die Weinscheune ist inmitten dieser Region gelegen und damit Ausgangspunkt für viele Ausflugsmöglichkeiten.
Das Ferienhaus wurde nach höchsten Ansprüchen liebevoll saniert und bietet auf 150 Quadratmetern Platz für bis zu 6 Personen. Der offene Wohn-, Ess- und Küchenbereich lädt zum Verweilen und geselligen Beisammensein ein. Die liebevoll eingerichteten Zimmer sorgen für ein angenehmes Ambiente und garantieren einen komfortablen Aufenthalt. Auf der Terrasse und im Garten lässt es sich mit Blick auf die umliegenden Weinberge entspannen!