Neubau eines Wohn-und Geschäftshauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Magdalena Neugebauer (M.A. für Architektur)
Konzept
Das geplante Wohn- und Geschäftshaus befindet sich direkt am Lindenauer Markt, dem Zentrum des lebendigen und jungen Stadtteils Lindenau. Ziel des Entwurfes ist es, das beliebte Quartierszentrum durch einen letzten Stadtbaustein zu ergänzen und die Raumkanten am Lindenauer Markt und der Odermannstraße wiederherzustellen. Das Bauvorhaben fügt sich in seiner Nutzung und Kubatur in die bestehenden kulturellen und städtebaulichen Strukturen ein und erweitert diese individuell und zeitgemäß. Die noch letzte Baulücke am Lindenauer Markt soll dafür geschlossen, die Platzsituation vervollständigt und das Quartier nachhaltig ergänzt werden.
Die geplanten Nutzungen des Wohn- und Geschäftshauses gehen individuell auf die Bedürfnisse der Anwohner und Besucher vor Ort ein. Im Erdgeschoss umfasst dies eine Einzelhandelsfläche, in Form eines Biomarktes. In den folgenden Geschossen sind Wohnnutzung (1-5 Raumwohnungen) sowie Büroflächen für junge Unternehmen und Start-Ups angeordnet. Arbeiten, Einkaufen und Freizeitnutzung können hier einen gemeinsamen Ort finden und nachbarschaftliche Synergien geschaffen bzw. gestärkt werden.
Dem gesamten Entwurf liegt ein Konzept intensiver Begrünung zugrunde. Zur Aufwertung des dichten städtebaulichen Umfeldes ist eine Begrünung der Dachlandschaft vorgesehen. Das Grundstück, welches bisher als Fußgänger -Verbindungsstück zwischen dem Lindenauer Markt und der Odermannstraße fungierte, soll diese Funktion weiterhin erfüllen. Die Durchwegung wird in Form einer begrünten Passage erhalten und stellt im weitesten Sinn einen «Shared Space» dar, ähnlich einer innerstädtischen Fußgängerzone. Durchwegung, Durchlässigkeit der Bebauung und Freiraumgestaltung unterstützen den offenen Charakter des Quartiers und werten ihn gleichzeitig auf, indem Grünräume und Orte des öffentlichen Zusammenlebens geschaffen werden.
Die Fassade präsentiert sich als Teil einer straßenbegleitenden Blockstruktur und ist gleichzeitig wichtiger Baustein der Platzgestaltung. Die Trauf- und Firsthöhen, sowie Geschossigkeit orientieren sich an den umgebenden Bestandsgebäuden. Ebenso ist es die Heterogenität an Baustilen, vertreten am Lindenauer Markt, welche eine Grundlage für die Maßstäblichkeit und Qualität des Entwurfs darstellt. Dieser orientiert sich an den Proportionen der umgebenden Fassaden, nimmt das vorherrschende Prinzip der Fensterachsen und -reihung, im überwiegend stehenden Format, auf und interpretiert dieses auf sensible Weise neu.
Vertikale Fensterformate und ein Wechsel aus geneigten und geraden Wandflächen schaffen ein spannungsvolles Verhältnis von Wand und Öffnung, sowie eine ausgewogene Proportionierung der Elemente zueinander. Durch die unterschiedlichen Ebenen der Fassadenelemente entsteht zudem ein interessantes Fassadenrelief, geprägt durch dezente Vor- und Rücksprünge. Gleichzeitig werden kleine Austritte generiert; das Hinaustreten aus dem Wohnraum in den Stadtraum soll hier ermöglicht werden. Die moderne Wohnung erhält einen kleinen Freiraum im innerstädtischen Bereich. Großzügige Verglasungen der Gewerbeflächen im Erdgeschoss schaffen wiederum einen Bezug zum Platz, ohne dass die Proportionen der Fassadengestaltung verändert werden. Um die Feinheit der Plastizität zu betonen, ist die durchgängige Verwendung von hellem Naturstein vorgesehen. Dieser unterstreicht die Einheitlichkeit der Fassade; lenkt nicht vom zugrunde liegenden Prinzip der Reliefbildung ab.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Rügen, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)
Konzept
In Binz auf der Insel Rügen entsteht der dreigeschossige Neubau eines hochwertigen Apartmenthauses mit neun Wohneinheiten. Ganz im Stile der ortstypischen Bäderarchitektur zeichnet sich das Gebäude durch einen schlichten Grundkörper mit umlaufenden Gesimsen sowie durch schmuckvoll gestaltete Balkonvorbauten. Der erhöhte Eckturm als Analogie zur früheren Bebauung des Grundstücks «Villa Merlin» akzentuiert und gliedert die Fassadenabwicklung.
Umbau eines Einfamilienhauses
Leipzig, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Konzept
Geplant wurde der Umbau eines Einfamilienhauses in Borsdorf, bei Leipzig. Das im Bestand 3-geschossige Gebäude wurde rückgebaut und die wesentlichen Aufenthaltsräume im Erdgeschoss neu angeordnet. Ergänzend wird ein offenes Galeriegeschoss hinzugefügt, welches dem Wohn- und Essbereich mehr Großzügigkeit und Helligkeit verleiht.
Neubau von Ferienapartments als Erdhäuser
Rügen, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)
Konzept
In Lohme auf Rügen ist der Bau von vier Erdhäusern auf dem Grundstück des Privathotels Schloss Ranzow geplant. Diese verfügen über 14 moderne und zugleich komfortable Apartments, die Platz für bis zu zwei Personen bieten. Für reisende Familien, von bis zu vier Personen, steht zusätzlich ein großzügiges 80qm Apartment zur Verfügung. Die Unterkünfte verfügen über ein bis zwei Schlafzimmer mit einem Doppelbett, einen Aufenthaltsraum, sanitäre Einrichtungen sowie einen Balkon oder eine Terrasse mit Zugang zur Natur im Gartengeschoss.
Auf Helligkeit wird bei den Erdhäusern besonders viel Wert gelegt: Die Ost - und Westfassade ist aufgrund der Topografie überwiegend geschlossen, hingegen öffnet sich die Fassade in Richtung Norden als großzügige verglaste Fensterfront und bietet einen Panoramablick über den Golfplatz bis hin zur Ostsee. Einzelne Dacheinschnitte sorgen zusätzlich zur großzügigen nordseitigen Fensterfläche für ausreichend Belichtung im Inneren des Gebäudes. Kubische Formen sowie die minimalistische und zurückhaltende Gestaltung des Wohn- und Schlafbereiches spiegeln den Charakter des Hauses wider. Inspiriert von der Harmonie der Natur strahlen die Apartments Frische, Modernität und Wärme aus.
Zweistufiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb
Giebelstadt, 2024
Kompetenzen
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Leonie Kübert (M.A. Architektur)
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)
Konzept
Das Plangebiet Giebelstadt gliedert sich in drei Bauabschnitte, welche jeweils von Nord nach Süd realisiert werden sollen. Im zentralen Bereich verbunden werden diese durch ein grünes Parkband, als übergeordneter Freiraum. Es entsteht ein stark durchgrüntes Quartier, das höchsten stadtklimatischen und ökologischen Anforderungen genügen soll. Die baulich kompakt entwickelten Inseln formen sich selbstverständlich aus den Gegebenheiten des Ortes heraus und bilden mit ihren Nachbarschaftshöfen lebendige Treffpunkte im Quartier. Jede Insel setzt sich aus verschiedenen städtebaulichen Typologien zusammen, wodurch ein Mix diverser Wohnformen angeboten wird. Das Wohnen im Grünen wird für vielfältige Lebensentwürfe mit unterschiedlichen Anforderungen an Wohn- und Freiraum möglich gemacht. Die Bebauung wird zu den Rändern des Quartiers hin schützend und robust angelegt; in Form von Mehrfamilienhäusern. Nach Innen und nach Süden hin wird die Bebauung kleinteiliger und niedriger, gestaltet aus Reihenhäusern, Einfamilienhäusern und Tiny Häusern. Zum neuen Quartiersplatz als Erweiterung des Entrées im Südwesten, akzentuiert das Quartierszentrum als Sonderbaustein die Neue Mitte.
Das Parkband fungiert als aktives grünes Band und bildet eine öffentliche Wegeführung durch das Quartier. Für die vielfältigen Wohnformen bildet der Park eine Art Rückgrat als ökologische Ausgleichs - und Naherholungsfläche. Er fungiert für die Vielzahl an unterschiedlichen Nutzern als gemeinschaftlicher Treffpunkt und Ort des Netzwerkens.Innerhalb der Grünen Achse wird ein blaugrünes Netz angelegt. Zum einen dienen Retentionsbecken dazu, das öffentliche Kanalnetz im Falle eines Starkregenereignisses zu entlasten und das Quartier bei Hitze natürlich zu kühlen. Zum anderen stellen Baumrigolen, als wasserrückhaltefähige Pflanzgrube, eine Verbesserung des Mikroklimas dar. Überschüssiges Niederschlagswasser kann durch die Rigolen gespeichert und abgeleitet werden. Diese Retentionsbänder tragen wesentlich zur Kühlung des Quartiers bei und bieten durch ihren extensiven Charakter biodiverse Rückzugsräume.
Mit dem besonderen Fokus auf Verkehrs- und Freiraum kann die klimagerechte Erweiterung des Ortskerns mit umweltverträglicher Mobilität vereint werden. Als wichtigste Bausteine zur Umsetzung des autofreien Quartiers dienen des Weiteren drei Mobility Hubs: hier werden verschiedene Mobilitätsangebote verknüpft. So kann der Verkehr entlastet und der Umstieg auf nachhaltigere Mobilitätsformen ermöglicht werden.
Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Architekt Stefan Oertel (Dipl.-Ing.)
Johanna Boy (B.A. Architektur)
Publikationen
Architekturkalender 2024
Konzept
Im südöstlich von Leipzig gelegenen Dösen ist der Neubau eines Wohnhauses mit 28 Wohneinheiten entstanden.
Der nähere städtebauliche Kontext ist insgesamt heterogen. Östlich des Baugrundstückes befinden sich das ehemalige Park-Klinikum Dösen. Die Gebäude sind in einer offenen Bauweise errichtet und werden durch das Revitalisierungskonzept der Parkstadt Dösen zu Wohngebäuden umgenutzt. Der Neubau stellt eine Fortführung der Gebäudeausrichtung zur Parkstadt dar. Südlich des Neubaus schließt eine Obststreuwiese direkt an das Baufeld an. Aus diesem Grund kann kein anderes Gebäude die Südfassade des Neubaus verschatten und den Blick auf die Streuobstwiese einschränken. Westlich und nördlich befinden sich vor allem Kleingärten aber auch kleinere Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Allgemein ist das Quartier geprägt durch den gewachsenen Baumbestand, welcher das gesamte Gebiet großzügig durchgrünt.
Das Gebäude ist von der Paul-Flechsig-Straße aus über zwei Treppenaufgänge sowie über die Zufahrt für die Tiefgarage erschlossen. Der Baukörper ist gegliedert in die Tiefgarage, den abgesetzten Erdgeschossbereich, drei Obergeschosse und ein umlaufend zurückgesetztes Staffelgeschoss. Jede Wohneinheit verfügt über eine großzügige Loggia oder Terrasse. Die Wohneinheiten des Erdgeschosses sind barrierefrei und verfügen in der Tiefgarage ebenfalls über barrierefreie PKW-Stellplätze. Die Rampe zur Tiefgarage ist teilweise extensiv begrünt und teilweise mit einer Pergola überdacht.
Die Anordnung des Gebäudes auf dem Grundstück sieht umlaufend großzügige Grünflächen vor. Das Gebäude selbst zeichnet sich durch seine Unterschiedlichkeit aus. Die der Sonne zugewandten Südfassade wird durch großzügige Loggien charakterisiert, welche abwechselnd schräg gestellt sind, bandförmig direkt aneinander anschließen und durch ebenfalls schräg gestellte Außenwände voneinander getrennt sind. Die gewebeähnliche Stellung der Loggien erzeugt ein Wechselspiel von Licht und Schatten, welches durch raumhohe Verglasungen komplettiert wird. Die Nordfassade weist im Gegensatz zur Südfassade eine schlichtere Geometrie auf. Sie wird in einem abgesetzten Sockel, einem Hauptteil und einem ebenfalls abgesetzten Staffelgeschoss horizontal gegliedert. Die herausgestellten Treppenhäuser, mit den L-Förmigen Vordächern, erzeugen eine vertikale Aufteilung der Fassade, eine Adressbildung sowie Empfangsgeste und einen Regenschutz. Das Erdgeschoss hat raumhohe Fenster und ist vollständig mit Metall in einem Champagne-Farbton verkleidet. Die Obergeschosse bilden den Hauptteil der Fassade. Der Großteil der Oberfläche besteht aus Weißbeton bzw. Betonfaserplatten. Das Spiel der zusammengefassten Fensterbänder im Champagne-Farbton lockert die schlichte Fassade auf und erzeugt einen warmen Kontrast zum Weißbeton. Die beiden Kopfseiten des Gebäudes vermitteln geometrisch beide Fassadenformen und stellen eine Verbindung her. Zusammengefasst lebt der Entwurf von seiner abwechslungsreich-dynamischen Fassadengestaltung aus hochwertigen Materialien, in der sich moderne und klassische Elemente zeitgemäß verbinden.
Konzeptverfahren „Bestellung eines Erbbaurechts für bezahlbares, bedarfsorientiertes Wohnen in Connewitz“
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Benjamin Voigt (M.Sc. Architektur)
Lena Schneider (M.A. Architektur)
Arian Wonneberger (M.A. Architektur)
Konzept
Im Rahmen des Konzeptverfahren für die „Bestellung eines Erbbaurechts für bezahlbares, bedarfsorientiertes Wohnen in Connewitz“ der Stadt Leipzig, entstand das Konzept für das Projekt „Heinze 29“. Der Stadtteil Connewitz erlebt in den letzten Jahren stadtbauliche Umwälzungen, die gegensätzlich zu den Gegebenheiten im Viertel stehen. Es entsteht Wohnraum, der sich von der Nachfrage des Quartiers separiert und den Merkmalen einer „filtering down“ Wohnungsbaupolitik ähnelt. Wichtige Flächen für eine sozial verträgliche Stadtentwicklung wurden dem Stadtteil entzogen, sodass Raum für sozialen Wohnungsbau immer rarer wurde. Der verstärkte Erwerb von Bauflächen durch die Stadt Leipzig und die anschließende Vergabe nach Konzept befürworten wir aus baupolitischer Sicht nachdrücklich, auch im Namen unseres Partners EDEKA. Wir sind davon überzeugt, dass hier Grundsteine für eine neue Wohnungsbaupolitik in Leipzig gelegt werden und das Projekt auf der Heinze 29 als Blaupause für weitere Verfahren dieser Art dient.
Um so ein Projekt nachhaltig in Connewitz zu verankern, benötigt man von Anfang an die Unterstützung der Menschen vor Ort. Ein partizipativer Ansatz im Entwerfen und auch darüber hinaus ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Deshalb haben wir kurz nach der Veröffentlichung der Auslobung den Kontakt zu lokalen Akteur*innen gesucht und dabei eine Gesprächsrunde initiiert. Dieser Austausch soll im Falle eines Zuschlags weiter fortgeführt und ausgeweitet werden. Die Weiterentwicklung des Projektes soll weiterhin auf Augenhöhe und im engen Austausch mit Menschen vor Ort geschehen. Für bestimmte Ausgestaltungen des Gebäudes und der öffentlich zugänglichen Freiflächen, sollen Workshops abgehalten werden bei denen jeder teilnehmen kann, um eine sozial verträgliche Entwicklung des Quartiers nachhaltig zu etablieren. Aufgrund dieses ständigen Austausches mit Akteur*innen vor Ort, ist unser Konzept als temporärer Entwurfsstand zu verstehen.
Das Gebäude fügt sich gemäß dem Bebauungsplan aus dem Jahr 2000 in die vorgesehene Blockrandschließung ein und wird über die „Variante B“ neben dem Flurstück 266 erschlossen. Im Süden wird ein Innenhof ausgeformt in dem die Erschließung des Quartiers integriert ist und die Fahrradstellplätze der zukünftigen Bewohner*innen zu finden sind. Am Eingang der Einfahrt befindet sich eine einspurige Zufahrt zur Tiefgarage. Die frei gewordenen Flächen von „Variante A“ nutzen wir dazu, das Gebäude nahezu lückenlos an den Herderpark zu integrieren. Die Baulinie im nordwestlichen Bereich wurde eingehalten und bietet der großen Eiche genügend Raum. Dabei entsteht eine platzbildende Ecksituation, die gleichzeitig den Haupteingang zum Gebäude bildet. Auf den weiteren Flächen dieses Vorplatzes können wir uns einen Verbleib der Atacolypse als „fliegender Bau“ vorstellen. Die Ausgestaltung für den „Platz unter der Eiche“ wird Bestandteil eines Workshops sein. Eine weitere platzbildende Ecksituation entsteht an der nordöstlichen Ecke des Grundstückes und dient als Katalysator von Herderpark – der Heinze29 – und dem Kronengarten. Neben dem zweiten Fluchttreppenhaus und dem Zugang zum öffentlichen Bereich der Heinze29, entsteht eine Fläche zur freien Gestaltung durch die Connewitzer Bevölkerung. Die offen gelegene Fluchttreppe, dient nicht nur als zweiter Fluchtweg für die Sozialwohnungen, sondern verbindet bis in das Dachgeschoss einen der wichtigsten Bereiche des Neubaus - der Heinzeturm. Geplant ist ein öffentlicher, überdachter Bereich, der die Kubatur des Gebäudes weiterzeichnet, jedoch in seiner Nutzung völlig offen ist. Grundsätzlich handelt es sich um einen Rohbau, der von den Menschen in Connewitz noch angeeignet werden muss. Vorstellbar ist eine Organisation der vier Geschosse durch einen Mieter*innen Verein der Anwohnerschaft der Heinze29. Vorstellbar sind: Konzerte, Lesungen, temporäre Einbauten, Begegnungsorte oder schlichte Aufenthaltszonen mit Blick in den Park. Auch die konkrete Ausgestaltung des Platzes „Am Heinzeturm“ und der einzelnen Geschosse des „Turmes“ wird Bestandteil eines weiteren Workshops sein.
Die südliche Baugrenze überschreiten wir im Bereich des Erdgeschosses. Die oberen Geschosse befinden sich auf der vorgesehenen Baugrenze des Bebauungsplanes. Zur Finanzierung des Projektes sieht unser Partner EDEKA einen Einzelhandelsmarkt auf den Flächen im Erdgeschoss vor. Das Sortiment soll auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmt sein, um nicht in Konkurrenz mit den anliegenden Spätis „Schwan“ oder „Lazy Dog“ zu stehen. Der Einzelhandelsmarkt wird den Großteil des Erdgeschosses einnehmen, um den Bau des Gebäudes, der Außenanlagen und der Sozialwohnungen zu finanzieren. Wir haben den Anspruch die gesamte Wohnfläche in den oberen Stockwerken für Sozialwohnungen zur Verfügung zu stellen. Dabei haben wir unser Augenmerk auf kleine und große Wohnungen gelegt. Jedes Geschoss bekommt dazu noch eine Gemeinschaftsfläche mit Küche und WC. Die Gestaltung der Gemeinschaftsflächen wird ebenfalls Bestandteil eines Workshops sein.
Das Gebäude basiert auf einem 3x3m Rastersystem, welches sich auf die Baukonstruktion, die Fassade und auf die Organisation der Räume auswirkt. Die Gebäudeteile sind durch eine Brandwand getrennt. Das Erdgeschoss wird als Stahlbetonskelettbau ausgeführt. Die Öffnungen zum Park und zur Straße werden mit einer widerstandsfähigen Profilglasfassade versehen, wodurch wir aufgrund ihrer guten Dämmeigenschaften auf weitere Dämmung des Erdgeschosses verzichten können. Die Verbreiterung des Erdgeschosses nach Süden wird geschlossen gehalten, da sich dahinter die Nebenräume und Lager des Einzelhandelsmarkt befinden. Über dem Lager wird das Dach extensiv begrünt. Das Erd- oder Sockelgeschoss ist wie in den anliegenden Straßen überhöht. Der darüber folgende Geschosswohnungsbau wird in Holz ausgeführt. Durch eine Holzskelettbauweise im Bereich der Fassaden und einem Stützen-Binder-System im Bereich des Innenraumes, soll durch das 3x3m Raster eine flexible Raumaufteilung entstehen. In der Fassade wird der Holzskelettbau wie bei einem Fachwerk im Außenbereich sichtbar bleiben. Die großen 3x3m Rahmen ordnen nicht nur die Fassade, sie bilden ebenfalls das Tragsystem der oberen Stockwerke ab. Dabei wird die eigentliche Fassade 1,20m von der Gebäudeaußenkante zurückgesetzt und im frei gewordenen Bereich mit einem gerüstartigen Balkonsystem wieder auf Flucht gebracht und läuft ohne Unterbrechung an den Fassaden entlang. Dadurch hat jede Wohneinheit einen Balkon. Die durchlaufende Balkonebene um das Gebäude herum funktioniert als halböffentliche Übergangszone zwischen Wohnraum und Außenraum. Dies soll nicht nur die Kommunikation zwischen den Bewohner*innen fördern, sondern auch eine Verbindung zwischen Park und Gebäude herstellen. An den Balkonfassaden ist aufgrund ihrer Abkopplung von der Holzfassade auch eine umfangreiche Individualbegrünung möglich. Auch die Farbgestaltung der Fassade soll im Rahmen eines Workshops in Abstimmung mit den etwaigen Ämtern ermittelt werden. Die farblichen Darstellungen in den Plänen sind somit von symbolischem Charakter. Die Wohnungen in den jeweils letzten Vollgeschossen sind als Maisonette ausgeführt, die in das Dachgeschoss führen. Das Dach führt die sichtbare Holzkonstruktion der Fassade fort und bildet aller 3 Meter gemäß des Rasters Dachterrassen aus, die mit einer an der Sparrenneigung angepassten Brüstung als moderne Interpretation des „Leipziger Daches“ verstanden werden sollen. Alle Sozialwohnungen in den obersten Geschossen besitzen dadurch auf ihrer gesamten Länge Dachterrassen. Dadurch entstehen im gesamten Gebäude Wohnungen mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Die horizontalen Dachflächen des Leipziger Daches werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen versehen.
Ausbau der Räumlichkeiten der Architektenkammer Sachsen
Leipzig, 2014
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. (FH) für Architektur)
Partner/-in
Innenarchitektur
Kasel Innenarchitekten – Sibylle Kasel
Ausführung/ Bauleitung
Architekturbüro Dr. Crimmann
Konzept
Für die neuen Räumlichkeiten der Architektenkammer Sachsen in Leipzig durfte die bürogemeinschaft BAUKOMPLEX – Architekt Martin Faßauer die Entwurfs- und Genehmigungsplanung entwickeln. Die Innenarchitektur wurde wurde von Kasel Innenarchitekten – Sibylle Kasel umgesetzt, die Ausführung und Bauleitung oblag Architekturbüro Dr. Crimmann – Dr. Berthold Crimmann.
Zweistufiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb
Leipzig, 2023
Kompetenzen
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Leonie Kübert (M.A. Architektur)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Arian Wonneberger (M.A. Architektur)
Konzept
Das Matthäikirchhofareal in Leipzig, eines der ältesten Gebiete der Stadt, soll in einen zukunftsfähigen und nachhaltigen innerstädtischen Stadtbaustein umgewandelt werden. Ziel ist es, die historischen Überlagerungen angemessen zu berücksichtigen und den monolithischen DDR-Gebäudekomplex, der heute das Areal dominiert, in das neue Quartier zu integrieren.Das Areal wird in drei Bereiche unterteilt: die "Wohn- und Geschäftszone" im Norden, der "Forum- und Quartiersplatz" in der Mitte und das "Archiv- und Museum Runde Ecke" im Süden. Eine barrierefreie Nord-Süd-Achse verbindet diese Bereiche miteinander, während eine Ost-West-Verbindung die gesamtstädtische Vernetzung sicherstellt. Der Quartiersplatz bildet das Zentrum und wird durch den Forumsneubau, das Archiv und den Erweiterungsbau der Großen Fleischergasse 12 umrahmt.
Das "Forum für Demokratie" fungiert als zentraler Anlaufpunkt und beinhaltet Auditorium, Ausstellungsflächen, Büros, ein Forumscafé und einen Dachgarten. Das Stasi-Aktenarchiv erhält einen Erweiterungsbau, der die Fassade zum Quartiersplatz als "Leinwand" nutzt. Ein Ausstellungsbalkon bietet Aussichtsplattform, Museum, Kulturcafé und Erinnerungsstätte. Das Bestandsgebäude wird revitalisiert und um ein Aktivitäts-Gründach erweitert. In den Sockelgeschossen finden sich Dienstleistungen, Kleingewerbe und Co-Working-Spaces. Der nördliche Bereich ist für sozialdurchmischtes Wohnen und verschiedenste kulturelle und soziale Einrichtungen vorgesehen.
Das Areal wird mit Grünraumstrukturen aufgelockert, um Hitzeanpassung und Aufenthaltsqualität zu verbessern. Stadtklimaverträgliche Bäume säumen die Wege, und die schmalen Gassen erhalten Fassadenbegrünungen. Der Quartiersplatz wird von einer dichten Baumreihe im Norden gerahmt und bietet Platz für Veranstaltungen. Ein Brunnen sorgt für ein kühlendes Stadtklima. Die Innenhöfe der Wohngebäude werden begrünt, und die Dächer des Forums und der Werkhöfe bieten erhöhte Aufenthaltsflächen mit Blick auf den Platz und den Promenadenring. Alle Dächer werden nachhaltig genutzt und laden zum Zusammenkommen ein. Das gesamte Quartier ist autofrei, lediglich Rettungsdienste haben Zugang. Neubauten sollen vornehmlich in Holzbauweise ausgeführt werden, um die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern.
Neubau eines Mehrfamilienhauses und drei Reihenhäuser
Leipzig, 2020
Kompetenzen
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Konzept
Im Leipziger Stadtteil Anger-Crottendorf sind drei Reihenhäuser und ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 9 Wohneinheiten geplant. Das Nutzungskonzept des Bauherrn sieht vor, dass die neuen Wohngebäude den wachsenden Bedarf von Wohnraum für Familien in einem dynamischen Stadtteil bedienen und besonders im näheren Umfeld eine Antwort auf den Aus- und Neubau von Kindertagesstätten und Schulen darstellt.
Die Gebäudekubatur reiht sich in den Charakter des Quartiers ein und vermitteln zwischen älteren Blockrand und dem modernen Wohnungsbau der DDR und schließt straßenseitig die Raumkante an der Hanns-Eisler-Straße. In der Fassade wird zunächst ein kleiner Sockelbereich vorgesehen, der sich an die umliegende Bebauung orientiert. Über diesen Sockel schließt sich im Erdgeschoss ein eloxiertes Lochblech an, dass sich in beiger Farbe an die darüberliegende Putzfassade farblich angleicht. Das Lochblech dient als gestalterisches Mittel um die Fassade horizontal zu gliedern und gleichsam als Schutz vor Vandalismus. Perspektivisch kann das Lochblech partiell mit Rankpflanzen begrünt werden. Die oberen Geschosse sind beige verputzt. Farblich reagieren wir damit auf eine umliegende Fassadengestaltung in der Umgebung. Die Fenster des Mehrfamilienhauses, sowie die Fensterbänder der Reihenhäuser sind mit Putzfaschen versehen und gliedern die Fassaden gleichmäßig. Jedes Reihenhaus ist mit einem kleinen Garten zum Innenhof, sowie einer Dachterrasse in Richtung Süden ausgestattet.
Neubau eines Stadthauses
Markkleeberg
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
In Markkleeberg entsteht ein großzügiges Stadthaus in unmittelbarer Nähe zum Markkleeberger See. Zwei Familien teilen sich die Stadtvilla mit einer Grundfläche von 161 qm, ohne sich dabei räumlich zu nahe zu kommen.Die klassisch modern gehaltene Kubatur des Objektes offeriert mit dem verschobenen Satteldach eine leicht expressive Geste. Durch diese Verschiebung entstehen Ecksituationen im Außenbereich, die beiden Familien mehr Privatsphäre ermöglicht.
Zusätzlich werden Wohn- und Aufenthaltsbereiche vertikal jeweils diagonal zueinander angeordnet. Dies ermöglicht einer Familie den gewünschten Seeblick vom Wohnbereich, der anderen die bevorzugte Gartennutzung. Grundsätzlich aber orientiert sich das Gebäude in Art und Maß an der umliegenden Architektur. Der Gebäudegiebel liegt straßenseitig. Großzügig ist der Gartenbereich angelegt. Hier bleiben die Freiflächen wasseraufnahmefähig, der vorhandene Baumbestand bleibt weitgehend erhalten und die Grünanlage autofrei. Insgesamt vier Stellplätze befinden sich an den seitlichen Grundstücksgrenzen des Grundstücks.
Neubau eines Wohnheims für Studierende in Holzhybridbauweise
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Leonie Kübert (M.A. für Architektur)
Visualisierungen
Arian Wonneberger (M.A. für Architektur)
Konzept
Im Leipziger Stadtteil Schönefeld-Abtnaundorf ist der Neubau von studentischem Wohnen mit insgesamt 266 Wohneinheiten geplant. Das Nutzungskonzept sieht eine Wohnnutzung vor, die sich an Studierende richtet. Die angrenzende Bebauung bildet eine heterogene Struktur aus, die von Wohnen und Gewerbe geprägt ist und unterschiedlichste Bautypologien aufweist. Entlang der Rackwitzer Straße findet sich sowohl eine offene, als auch geschlossene Bebauung wieder. Die unterschiedlichen Bautypologien sind auf die Prägung des Gebiets als ehemaliges Industriegebiet, bzw. Gewerbegebiet mit unmittelbar angrenzender Wohnnutzung zurückzuführen.
Die westliche straßenseitige Fassade orientiert sich am Bestand und wird eine flächige geschlossene Fassade. Im Norden werden die Wohneinheiten durch Laubengänge erschlossen. Im Süden orientieren sich die Balkone zum Innenhof. Die Fassade ist eine moderne und charakterstarke Fassade, die sich stilgerecht in den architektonischen Kontext einfügt. Im Fall des Neubaus in der Rackwitzer Straße ist Nachhaltigkeit durch die Holzbauweise ein wichtiger Aspekt. Zudem bietet der Entwurf den Platz, ein Grün-Blaues Dach zu realisieren, was die Wasserspeicherung, einen Dachgarten und eine PV-Anlage beinhalten. Diese Maßnahmen wirken sich sehr positiv auf das Klima der Umgebung aus und schafft somit einen Mehrwehrt für das Gebäudeklima.
Außerdem ist es Ziel, durch den Einsatz von Holz, als erneuerbaren, nachwachsenden und umweltverträglichen Baustoff, innovative Lösungen mit großer Aufmerksamkeit der Umwelt gegenüber zu entwickeln. Dabei spielen konstruktive Elemente aus dem Holzbau, sowie ein konsequenter Niedrigenergie-Ansatz eine herausragende Rolle. Die Energieversorgung über die anliegenden Fernwärmeleitungen ist ein weiterer Schritt in Richtung eines ökologischen und nachhaltigen Bauvorhabens.
Mit der Schaffung eines begrünten Innenhofs gewinnt der geplante Neubau an Attraktivität. Durch die Bepflanzung und den darunter befindlichen Sitzgelegenheiten, lädt man die Studierenden zum Verweilen ein und schafft gleichzeitig einen zusätzlichen Aufenthaltsort. Die Grünfläche soll durch verschiedene Nutzungen wie eine Sitzfläche und Tischtennisplatten zur Freizeitgestaltung der Bewohner/-innen genutzt werden.
Neubau einer Stadtvilla mit 9 Wohneinheiten
Leipzig, 2015
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. (FH) für Architektur)
Konzept
In dem beliebten Leipziger Stadtteil Südvorstadt entsteht eine freistehende Stadtvilla. Das fünfgeschossige Gebäude an der Ecke Scharnhorststraße/Altenburger Straße verfügt über hochwertige Eigentumswohnungen mit großen Loggien und Terrassen. Im Terrassengeschoss befindet sich ein Penthouse. Ein großzügiges Entrée ist an der Straßenecke geplant. Die städtebauliche Nachbarschaft gibt sich vielfältig: weite auskragende Balkone, Loggien und auffallend spitzwinklige Erker und Giebel. Letztere zählen zur Architektur im Stil des Art déco, die weite Teile des Viertels prägen. Hier knüpft der Entwurf für die Stadtvilla an.
Durch das „Verdrehen“ jedes zweiten Geschosses entstehen Erker und kleine Loggien in jedem darüberliegenden Geschoss. Die wiederkehrende Anordnung und Formate der Fenster über Eck zitieren die Epoche des Art déco. Durch diese Neuinterpretation tritt die Villa in Dialog mit ihrer Umgebung. Außerdem kommuniziert die weiße Putzfassade mit Holzelementen mit den Holzbalkonen der benachbarten historischen Gebäude sowie mit dem Eingangsbereich des Kindergartens auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Neubau eines Apartmenthauses
Binz, 2018
Kompetenzen
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Konzept
Direkt an der Strandpromenade in Binz auf Rügen gelegen, verfügt der von uns geplante Neubau dieses Apartmenthauses über eine einzigartige Lage. Mit vier Etagen und einem Penthouse entstanden hier auf einer Wohnfläche von 1.570 Quadratmetern insgesamt 17 Eigentumswohnungen sowie eine Gewerbeeinheit. Die Apartments bieten einen unverbaubaren Blick auf die Ostsee und großzügig dimensionierte Balkone, Terrassen und Fensterflächen. Die Architektur des Neubaus ist eine moderne Interpretation der historischen Bäderarchitektur. Eine klare Ausrichtung des Baukörpers und raumhohe Fenster zusammen mit Glasbrüstungen sorgen für der Lage angemessene Blickachsen. Glatte Putzflächen in gebrochenem Weiß betonen die horizontalen Linien, der Einsatz von Klinkern, Schiebeelementen und die Platzierung der Fenster bilden dazu einen natürlichen Kontrast.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Leipzig, 2018
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. für Architektur)
Sascha Jecht (M. Sc. für Architektur)
Konzept
Die Leipziger Karl-Heine-Straße lebt von ihrem Reichtum an Facetten und Individualität. Genau hier fügt sich das neu entstehende Wohnhaus perfekt ein. Die Wohnungen verfügen über 17 exklusive Grundrisse. Auf 60 qm bis 250 qm bietet das Leben hier alle Annehmlichkeiten. Schmuckvolle Stadthäuser aus der Gründerzeit umrahmen den Neubau, der sich stilvoll in das Bild der Umgebung einfügt.
Moderne Grundrissgestaltung, große Terrassen, Balkone und Loggien sowie behagliche Fensternischen arrangieren den Wohnraum abwechslungsreich. Dabei sind Balkone und Loggien zur ruhigen West- und Ostseite hin ausgerichtet. Warme Farbnuancen von hellem Naturstein betonen die zarten, horizontalen Linien in der Gebäudeführung. Die Komposition aus edelsten Verkleidungen in den Fensternischen, ansprechender Sockelgestaltung, leicht versetzten Balkonen, Eckverglasungen der Loggien und bodentiefen Fenstern vereint Eleganz und Abwechslung. Einzigartiger Blickfang ist die Konstruktion des Dachpavillons. Obwohl sich seine Faltung an den Dächern der umliegenden Gebäude orientiert, bleibt seine Konstruktion einzigartig in der Stadt.
Villenensemble Friedensstraße
Leipzig, 2018
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Architekt Stefan Oertel (Dipl.-Ing.)
Planung und Realisierung
Konzept
Auf dem parkähnlichen Grundstück, das als Gartendenkmal mit einer besonderen Baumstruktur aufwartet, entstehen in zwei neu zu errichtenden Baukörpern insgesamt 18 Eigentumswohnungen sowie eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen. Die Grundrissgestaltung erlaubt eine Vielzahl individueller Nutzungsmöglichkeiten. Ausgestattet mit einer Werkstein-Fassade, großzügigen Terrassen und überdurchschnittlichen Raumhöhen werden auch die Ansprüche an ein nachhaltiges Bauen erfüllt: Unter anderem werden dreifachverglaste Holzfenster, Fußbodenheizung und eine Brennwert-Heizungsanlage mit Solarunterstützung zur Warmwasserbereitung verbaut.
Neubau eines Stadthauses
Leipzig, 2017
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Architektin Anja Kreußel
Johanna Boy (M. A. für Architektur)
Richard Neumann (M. A. für Architektur)
Konzept
In der Leipziger Südvorstadt ist der Neubau eines hochwertigen Stadthauses mit 9 Wohneinheiten geplant. Das Gebäude ist fünfgeschossig mit zwei Ebenen im Dachgeschoss und wird von der Kantstraße aus erschlossen. Im Erdgeschoss befinden sich die Garage, die Haustechnik, ein Abstellraum und der großzügige Eingangsbereich mit Aufzugsanlage. Die einzelnen Wohneinheiten verfügen über Loggien und Balkone an der Nord- und Südfassade. Vom ersten bis zum sechsten Obergeschoss verteilen sich 9 Wohneinheiten. Eine dieser Wohnungen entwickelt sich als Penthouse über zwei Ebenen im Dachgeschoss.
Der Neubau baut an den Giebel des Nachbargrundstücks an und orientiert sich maßgeblich an dem Bestandsgebäude der Kantstraße 8, mit der Fortführung der bestehenden Gebäudeflucht. Das Gebäude führt die offene Blockrandbebauung entlang der Kantstraße fort. Der Baukörper selbst weist moderne und abwechslungsreiche, so wie klassische Akzente auf. Er orientiert sich an der Fassadengliederung des Bestands in Sockelbereich, Mittelbereich und Dachbereich. Die Gliederung wird durch Strukturwechsel im Material, horizontale Stilelemente sowie Vor- und Rücksprüngen in der Fassade betont.
Die Fassade wird mittels großformatiger Rahmenelemente gegliedert. Sie spielen im Versatz mit bündig liegender Festverglasung und blickdichten, eingerückten Lüftungselementen aus Metall. Das Fassadenmaterial schlägt mit der Gliederung in Klinker, Glasflächen und Metallfelder sowie Metallrahmungen den gestalterischen Bogen zwischen den vielseitigen und klassischen Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur. Klassische Aufbauten wie Gauben und Giebel werden in einer bewegten Dachlandschaft in Form und Materialität zeitgemäß interpretiert, so fügt sich das Gebäude stilgerecht in die umgebene städtebauliche Situation ein.
Neubau eines Ferienhauses mit zwei Wohneinheiten
Prerow, 2014
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Vicky Leider (Dipl.-Ing. Architektur)
Konzept
Das Objekt verbindet zahlreiche Details der historischen ortstypischen Bebauung mit modernen Gestaltungselementen und Materialien. Das sehr steile Reetdach ist ebenso typisch für die umliegende Bebauung wie die großen, sich oft über Eck erstreckenden Fensterflächen. Durch den Einsatz moderner Metall- und Holzelemente und der Fortsetzung der kubischen Bauformen auch im Inneren ist so ein zeitlos modernes Ferienhaus entstanden, das sich in seine gewachsene Umgebung einfügt. Die großzügig dimensionierten Fensterbänke laden zum Verweilen ein. Die so entstandenen „Sitzfenster“ sorgen gleichzeitig für eine harmonische Verbindung von innen und außen.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Schkeuditz
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
In Schkeuditz ist der Neubau von einem hochwertigen Wohnhaus mit 6 Wohneinheiten geplant. Das Gebäude ist zweigeschossig mit einem Dachgeschoss geplant. Zwei Garagen befinden sich im Untergeschoss und werden rückseitig über eine Zufahrt von der Altscherbitzer Straße aus erschlossen. Die einzelnen Wohneinheiten verfügen über Loggien und Balkone an der Südfassade mit Blick auf die Altscherbitzer Parklandschaft. Der nähere städtebauliche Kontext ist insgesamt heterogen. Die Nutzungen der umgebenden Bestandsgebäude sind vielfältig und reichen von der am häufigsten vertreten Wohnnutzung über kleine Gewerbenutzungen bis hin zu größeren Gesundheitseinrichtungen der Helios Klinik im Norden.
Der Baukörper orientiert sich maßgeblich an der Nachbarbebauung Leipziger Straße 72, mit Fortführung der bestehenden Gebäudeflucht. Der Baukörper selbst weist moderne und abwechslungsreiche, so wie klassische Akzente auf. Das Spiel aus Fensteranordnung und Rahmung mittels reliefartiger Rücksprünge, wohlüberlegte Materialwechsel, die Anordnung der Balkone, die Betonung der Horizontalen und das Aufgreifen des Satteldachs als klassisches Element bilden einen kompakten Baukörper aus, welcher sich stilgerecht in die umgebene städtebauliche Situation einfügt. Das Fassadenmaterial schlägt mit der Gliederung in Klinker und Beton, sowie Metallrahmungen den gestalterischen Bogen zwischen den vielseitigen und klassischen Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur. Die Schaffung eines neuen Wohnhauses mit einhergehender Wiederaufnahme der Wohnnutzung wertet das derzeit ungenutzte Grundstück und sein Umfeld auf.
Entwurf eines Weinguts
Steinauer Berg, 2012
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Johanna Boy (B.A. Architektur)
Konzept
Nahe der Ortschaft Großjena ließ der Hofjuwelier J. C. Steinauer aus Naumburg 1722 ein über 200 Meter langes Relief in seinem Weinberg errichten. Das deutschlandweit einzigartige Denkmal zeigt in zwölf Bildern Szenen aus dem Alten Testament, die die Arbeit im Weinberg, den Genuss von Wein und seine Folgen darstellen.
Die Entwurfsplanung zeigt die gelungene Verbindung einer modernen Schaukelterei mit einer Straußwirtschaft. Der Baukörper aus Cortenstahl, Holz und Glas passt sich in seiner ebenso modernen wie zurückhaltenden Formensprache in die ihn umgebende Kulturlandschaft ein. Er bleibt dabei ein bemerkenswert sichtbarer Solitär, ohne gleichzeitig wie ein Fremdkörper zu wirken. Ganz im Gegenteil sorgt die harmonische Verbindung von alten Mauerelementen, der Schönheit der einzigartigen Landschaft und dem entworfenen Neubau so erst für die richtige Balance.
Sanierung eines Bestandsgebäudes mit Neubauelementen
Giebelstadt, 2013
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
Für die Sanierung eines Bestandsgebäudes mit Neubauelementen in der Leipziger Berggartenstraße wurden wir mit der Entwurfsplanung betraut. Das Gebäude wurde voll unterkellert geplant und verfügt über eine Wohnfläche von rund 1200 m². Dabei entstanden insgesamt neun Wohneinheiten auf vier Vollgeschossen und einem als Staffelgeschoss realisierten Penthouse als Neubau.
Neubau einer Stadtvilla
Markkleeberg
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Bauingenieur Rainer Rakow
Visualisierung
Arian Wonneberger (M.A. Architektur)
Konzept
Im Herzen Markkleebergs, umgeben von vier Kulturdenkmälern, entsteht eine Stadtvilla mit sechs hochwertigen Wohnungen, die sich auf vier Etagen aufteilen. Umgeben von freistehenden Stadtvillen orientiert sich der Baukörper in Höhe, Lage und Kubatur an der überwiegend offenen Bebauung der Nachbarschaft. Durch seine Ausrichtung schließt sich das Gebäude hin zur verdichteten Bebauung im Norden und öffnet sich mit großen Terrassen in Richtung Südosten bis Westen.
Vor- und Rücksprünge in der Fassade lockern die Gebäudegliederung und forcieren die Eingangssituation. Tiefere Rücksprünge und die Rückstaffelung des dritten Geschosses definieren Terrassen und Balkone. Die Fassade schlägt mit Gliederungen in hell- und mittelbraunen Putzelementen einen gestalterischen Bogen zwischen den villenartigen Häusern der Umgebung und moderner Architektur. Durch die Wahl eines flach geneigten Walmdachs fügt sich das Gebäude somit auch dezent in die umliegende Dächerlandschaft.
Neubau eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Conrad Schumann (M. Sc. für Architektur)
Angélique Philipp (M. Sc. für Architektur)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Rainer Rakow (Bauingenieur Dipl.-Ing.)
Konzept
Im Leipziger Zentrum-Nord ist der Neubau eines hochwertigen viergeschossigen Wohnhaus mit insgesamt acht Wohneinheiten entstanden. Die einzelnen Wohnungen verfügen über Loggien und Terrassen. Eine der Wohneinheiten erstreckt sich als Maisonette-Wohnung bis in das Dachgeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich neben der Garage ebenfalls Abstellräume und die Haustechnik.
Der nähere städtebauliche Kontext ist insgesamt sehr heterogen. Die Nutzungen der umgebenden Bestandsgebäude sind vielfältig und reichen von der am häufigsten vertretenen Wohnnutzung, über kleinere Gewerbenutzungen, bis hin zu sozialen Einrichtungen.
Der Baukörper orientiert sich an der südöstlichen Grundstücksgrenze und schließt an die Nachbarbebauung Springerstraße 21 an. Das Objekt weist moderne und abwechslungsreiche, so wie klassische Akzente auf. Das Spiel von Vor- und Rücksprüngen in der Gebäudeform, die Anordnung der Balkone, die Betonung der Horizontalen und das Rückspringen des Staffelgeschosses bilden eine aufgelockerte Baustruktur. Die Fassade schafft mit der Gliederung in Metall- oder Plattenmaterial und Backstein bzw. Werksteinelemente den gestalterischen Bogen zwischen den vielseitigen Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur.
Zweistufiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb
Leipzig, 2024
Kompetenzen
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Sara Müller (Dipl.-Ing. FH)
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)
Konzept
Das städtebauliche Projekt am nordöstlichen Stadtrand von Leipzig schafft ein lebendiges und grünes Quartier, das den Übergang zwischen Stadt und Landschaft harmonisch gestaltet. Dabei vereint es ökologische Nachhaltigkeit, soziale Vielfalt und städtebauliche Funktionalität. Das Quartier setzt auf eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe und öffentlichen Räumen, um Monostrukturen zu vermeiden und eine nachhaltige, urbane Umgebung zu fördern.
Das Quartier gliedert sich in vier Hauptbaufelder, die durch eine ringförmige Verkehrsachse und eine zentrale Grünachse verbunden sind. Urbane Plätze wie der Stadt-, Bildungs- und Generationenplatz schaffen Begegnungsräume. Eine robuste Bebauung schützt das Quartier vor Lärmemissionen der Bundesstraße, während sich die Bebauung nach Nordosten hin öffnet und von einem begrünten Lärmschutzwall flankiert wird. Verschiedene Wohntypologien, darunter Cluster- und Mehrgenerationenwohnen, bieten flexible Lösungen für diverse Lebensmodelle. Wohnhöfe mit Gemeinschaftsflächen fördern Nachbarschaft und Zusammenhalt. Urbane Räume wie Markthalle, Bibliothek und Kulturcampus bilden das Zentrum des Quartiers und sind ergänzt durch soziale und gewerbliche Nutzungen.
Das Konzept einer „Waldsiedlung“ integriert die Gebäude in eine grüne Umgebung mit extensiv begrünten öffentlichen und privaten Freiräumen. Ein Parkband verbindet die Baufelder und sorgt durch Wasserflächen und Retentionsbänder für Kühlung und Biodiversität. Schattenspendende Stadtmöbel und Spielplätze beleben die Gemeinschaftsflächen. Das Prinzip der Schwammstadt regelt das Wassermanagement, unterstützt durch Gründächer mit Photovoltaikanlagen. Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept setzt auf Quartiersgaragen an den Zufahrten, autonome Shuttles und Mobilitätsstationen. Das Quartier ist weitgehend autofrei und flexibel an zukünftige Anforderungen anpassbar.
Innovative Ansätze wie Unterflursysteme und Kompostierung fördern Ressourcenschonung. Photovoltaikanlagen und ein Nahwärmenetz gewährleisten eine emissionsfreie Energieversorgung. Das Quartier folgt dem Cradle-to-Cradle-Prinzip und integriert Material- und Energiekreisläufe in die Planung. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz verbindet das Quartier Wohnen, Natur und urbane Funktionalität zu einem zukunftsorientierten Lebensraum mit hoher Lebensqualität.
Neubau eines Einfamilienhauses in Holzhybridbauweise
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sascha Jecht (M. Sc. für Architektur)
Maria Sophie Kimm (M.A. für Architektur)
Publikationen
Architekturkalender 2025 Architekturkalender 2023 Ausstellung “Zukunftsfähiger Holzbau in Mitteldeutschland” 2024
Konzept
Im Schleußiger Quartier, welches im Zuge des frühen 20. Jahrhunderts für die Stadt Leipzig erschlossen wurde, reiht sich der Entwurf des Einfamilienhauses in ein wechselhaftes Ensemble verschiedener Zeitschichten und kleinerer wie größerer Gebäude ein. Der Neubau umfasst 400 m² Bruttogeschossfläche mit 314 m² Nutzfläche bei 1.289 m³ Bruttorauminhalt.
Die Fassade gliedert den quaderförmigen Gebäudekörper in einen gleichmäßigen und stringenten Rhythmus aus Stahl, Holz und Beton. Das unterkellerte EG aus Sichtbetonfertigteilen formt den kräftigen und stabilen Sockel, auf dem ein leichterer zweigeschossiger Holzkörper ruht. Die Fassadengliederung folgt dem Prinzip von Offen und Geschlossen im klaren Takt, der sich gleichmäßig über beide Materialbereiche erstreckt. Eine Dachterrasse ermöglicht gartenseitig auch in den höheren Geschossen den Austritt, während ein Stahlrahmen die Quaderform des Gebäudes bestehen lässt und der zusätzlichen Verschattung dient.
Dieser äußere Wechsel der Fassade trägt das großzügige Öffnungsprinzip des Inneren nach außen und stellt es dar. Die Räume werden eher als Kontinuum, statt als Blick durch ein Fenster, mit der Umgebung verbunden und transportieren die charmante und grüne Umgebung in die Räumlichkeiten hinein. Über ein variables deckenintegriertes Vorhangsystem, das als stufenweise Verschattung, aber auch als Beleuchtungsfläche dient, kann der Nutzer die Blickbeziehung steuern und die weiten Fronten bei Bedarf vollständig schließen. In der stählernen Fensterrahmung ist die äußere Verschattung unsichtbar integriert, die eine weitere Steuerung der Blickbeziehung und des Sonnenlichtes regelt.
Üppige Raumhöhen von 3m und eine Vollverglasung lassen den freizügigen Wohnraum im Erdgeschoss unmittelbar mit dem Garten verschmelzen. Nach Eintritt ins Gebäude folgt das Treppenhaus mit Garderobe und Gäste WC. Die übrigen Flächen im Erdgeschoss sind zu einem einzigen Kontinuum verbunden. Vom kompakten Wohnbereich aus folgt die Küche und formt hieran Kamin-, Lese- und Essplatz aus, woran sich die Terrasse als Übergang ins Grüne anreiht. In den oberen Geschossen folgen zwei Arbeitszimmer und die privaten Schlafstätten, so wie die Bäder. Die großzügige Dachterrasse ermöglicht auch in den höheren Räumen den Außenbezug mit direktem Blick ins Grüne.
Denkmalschutzrechtliche Sanierung eines Mühlengebäudes
Leipzig, 2011
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Conrad Schumann (M. Sc. für Architektur)
Konzept
Das Konzept für die Wahrener Mühle im Norden von Leipzig sieht eine Sanierung im Sinne des Denkmalschutzes vor. Geplant wurden dabei in dem historischen Mühlengebäude, zwei großzügige Wohneinheiten. Ebenfalls geplant wurde ein Neubau, der sich im Sinne der bestehenden Architektur ergänzend einfügt. Besonderen Wert legt das Sanierungskonzept auf die umfassende Wiederherstellung der Gewölbekeller des Mühlengebäudes.
Bei der Konzeption des am Flusslauf der Luppe gelegenen Grundstückes, wurde darüber hinaus besonderer Wert auf die landschaftsgärtnerische Entwicklung des Gartenbereichs gelegt. Im Mittelpunkt dieser Entwicklungsplanung standen ein natürlich angelegter Schwimmteich und die Integration des Areals in den umgebenden Leipziger Auwald.
Neubau eines Bürogebäudes am Flughafen Halle/Leipzig
Halle/Leipzig, 2017
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Conrad Schumann (M. Sc. für Architektur)
Konzept
Mit einem veranschlagten Budget von 40 Millionen Euro und einer Nutzfläche von 15.800 Quadratmetern haben wir für ein Joint Venture des Flughafen Leipzig/Halle und des Projektentwicklers KSW GmbH den Neubau einer Gewerbeimmobilie mit dem Namen Apollo XI geplant. Der Entwurf soll dem Flughafen eine zusätzliche Kontur geben, die von allen Verkehrspunkten einzusehen ist. Das Gebäude soll ein neuer Blickpunkt auf dem Flughafengelände sein, der neben dem Zentralterminal mit seiner ellipsoiden „Flügelform“, der S-Bahnhaltestelle mit den Membrandächern das Erscheinungsbild erweitern wird.
Der herausragende Standort an der Einfahrt des Flughafens wird in einer weithin sichtbaren Architektur visualisiert. Ziel der Planung ist die Integration einer Nutzungsstruktur, die am Flughafen Leipzig/Halle bislang einzigartig ist und eine Verbindung aus Büro, Labor- und Co-Working-Produktionen auf dem Flughafengelände ermöglichen soll. Genau so innovativ und kreativ wie die Arbeit der Nutzer soll sich das Gebäude als „Landmark“ neben den Flughafen positionieren ohne ihn zu überstrahlen.
Das Projekt selbst ermöglicht einen individuellen Ausbau der Mietflächen. Dies schafft einen weiteren Anreiz für Unternehmen und Co-Working-Ensembles, die einen optimal zugeschnittenen Ausbau der Mietflächen erhalten. International ist die Lage am Mitteleuropäischen Knotenpunkt der DHL mit Zollabfertigung für produzierende Firmen optimal, da dies die Betriebsabläufe und Lagerzeiten der Unternehmen rapide verkürzt. So können Waren direkt von der Produktion verzollt und versandt werden.
Die Vorteile dieses Standortes direkt an den Logistikzentren macht dieses Projekt interessant für innovative Unternehmen, die nicht den Vertrieb in Niederlassungen, sondern im Internet über globale Partner suchen. Im Bereich der Nationalen Logistik profitieren die Unternehmen von der Lage des Standortes mitten in Deutschland und der unmittelbaren Anbindung an den Flughafen Leipzig/Halle in Verbindung mit der Deutsche Bahn, die auch den direkten Personenverkehr sichert. Der Individualverkehr wird durch die Autobahn 14 vervollständigt, die unmittelbar angrenzend am Standort verläuft.
Neubau eines Ärztehauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Lena Schneider (M.A. für Architektur)
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Visualisierung
Arian Wonneberger (M.A. für Architektur)
Konzept
Im nördlich gelegenen Leipziger Stadtteil Großwiederitzsch soll ein Ärztehaus mit Tiefgarage entstehen. Geplant ist ein viergeschossiger Neubau entlang der Delitzscher Landstraße. Das Gebäude umfasst verschiedene Praxen- und Gesundheitsdienstleister und wird langfristig ein neues medizinisches Versorgungszentrum. Das geplante Gebäude befindet sich in der Nähe der Leipziger Messe, umgeben von vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern, durchbrochen von einzelnen Gewerbestrukturen. Unweit des zukünftigen Ärztehauses befindet sich das Klinikum St. Georg Leipzig sowie das Alpha Omega Labor.
Die Kubatur des Ärztehauses orientiert sich an der im B-Plan Nr. E-139 „VHW – ehemaliges Holzveredelungswerk“ festgesetzten Baugrenze. Das Erdgeschoss ist z.T. zurückgesetzt, um eine natürliche Wegeführung und einen Windfang auszubilden. Die verglasten Flächen gewähren einen Einblick auf die innenliegenden gewerblichen Nutzungen. Durch abgesetzte Holztüren wird dem Besucher sofort ersichtlich, wo sich die Eingänge befinden. Die südliche Fassadenseite wurde im Erdgeschoss zurückgesetzt, um Parkplätze für die ankommenden Besucher zu schaffen. Auf der rückwärtigen, geschlossenen östlichen Fassadenseite befindet sich der Zugang zu dem Autoaufzug. Dieser Aufzug gewährleistet den Zugang zu der Tiefgarage, welche wiederum genügend Parkflächen für Mitarbeitende, als auch ausreichend Platz für Nebenflächen zur Verfügung stellt.
Erschlossen wird das gesamte Gebäude über ein innenliegendes Sicherheitstreppenhaus, welches den Kern des Gebäudes bildet. Angrenzend an das Treppenhaus befinden sich zwei große Atrien, welche das Innere des Gebäudes zusätzlich belichten. Das klare Raster der Fassade spiegelt sich auch in der inneren Struktur des Gebäudes wider. Aufgrund des Versorgungskerns, bestehend aus dem Treppenhaus, den Atrien und den Sanitärbereichen, können sich die restlichen Räume und Wände in einem 1m x 1m Raster bewegen. Langfristig kann das Gebäude sich an die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer anpassen. Diese Form der Grundrissgestaltung stellt einen nachhaltigen Architekturansatz dar. Das Gebäude soll eine Winkelstehfalzfassade erhalten. Die umlaufenden Fensterbänder gliedern und prägen die Außenwirkung des Gebäudes. Die Fassadengestaltung liegt ebenfalls dem 1m x 1m Raster zugrunde, jedoch spielen die Winkelstehfalzmodule im Gegensatz zu den Fensterbändern mit dem Raster. Da das Fassadenraster der Winkelstehfalzmodule mit zunehmender Geschosshöhe immer kleiner wird, erweckt das Gebäude den Eindruck, dass es sich nach oben verjüngt und gen Himmel streckt.
Das Grundstück wird lediglich mit der Zuwegung für Fußgänger als auch der Zufahrt für die Parkflächen und den Autoaufzug ausgestattet. Die Bodenbeläge für die Zuwegungen sollen mit versickerungsfähigem Pflaster erfolgen. Die restlichen Flächen des Grundstückes sollen größtenteils als Wiesenfläche belassen werden und mit einheimischen bzw. wie in B-Plan vorgeschriebenen Gehölzen und Bäumen bepflanzt werden. Die zwei straßenseitigen größeren Bäume als auch die drei großen Bäume im rückwärtigen Bereich des Grundstückes sollen erhalten werden. Somit bleibt der gartenähnliche Charakter des Grundstückes bewahrt.
Neubau einer Stadtvilla am Elstermühlgraben
Leipzig, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. für Architektur)
Konzept
Im Leipziger Stadtteil Zentrum-West entstand eine hochwertige Stadtvilla mit sechs Einheiten am Elstermühlgraben. Das Rahmenkonzept zum Stadthafen, eine Bebauung in Form von offener beziehungsweise abweichender Bauweise, Stadthäusern, Villen und Geschossbauten mit zwei bis vier Vollgeschossen vor. Das Gebäude ist viergeschossig und vollständig mit einer Tiefgarage unterkellert. Das Erdgeschoss befindet sich im Hochparterre, so dass die unterste Nutzungseinheit ein hohes Maß an Diskretion zulässt. Analog dieses Konzeptes und ausgehend von der exponierten Lage und Form des Grundstücks, schlugen wir einen stark gegliederten Baukörper mit deutlicher Orientierung zum Wasser vor. Durch diese Grundstruktur gelang es uns ein Gebäude zu entwickeln, welches sich zu den Seiten parallel zur Schreberstraße und parallel zur Käthe-Kollwitz-Straße schließt. Das Gebäude öffnet sich hingegen nach Südwesten und gibt den Blick auf den Flussbereich frei.
Durch die Grundrissform ergeben sich auf der Fluss-Seite großzügige Terrassen, durch welche der Baukörper dynamisch und leicht wirkt. Dementsprechend ergibt sich vom Elstermühlgraben aus gesehen ein stark gegliederter Baukörper, der als städtebauliche Dominante gegenüber dem Schreberbad und dem Stadthafen fungieren kann. Das Gebäude teilt sich in zwei ungleich große Kuben die, leicht versetzt zueinander, die beiden Nutzungsbereiche des Hauses nach außen ablesbar gestalten. Als Fassadenmaterial wurde Holz mit Gliederungen in hell- und mittelgrauen Putzelementen verwendet.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Leipzig, 2018
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sarina Hellriegel (Dipl.-Ing. für Architektur)
Konzept
Der Stadtteil Zentrum-Südost lebt von seinem „Leipziger Charme“. Lange, hohe Gründerzeitfassaden reihen sich in der belebten Straße harmonisch aneinander. Ein fünfgeschossiges Townhouse schließt die Blockrandbebauung perfekt, ohne dass sein individueller Charakter untergeht. Alt und Neu bilden eine ausgewogene Balance.
Die Gebäudegrundfläche beträgt ca. 195 qm. Der an Nord- und Südseite eingeschlossene Baukörper entsteht in Massivbauweise mit gehobenem Standard. Ein Staffelgeschoss auf dem Dach unterstützt die Einheit der umliegenden Bebauung. Hier fällt vor allem das sich wiederholende Erkermotiv auf. Das Townhouse integriert es auf seine Weise: Dezent gewählte Vorsprünge in der Fassade gliedern das Gebäude zusätzlich und betonen die Eingangssituation. Auch die Fassadengestaltung spannt einen gestalterischen Bogen zwischen den Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur. Während eine Lochblechfassade einen originellen Sockel im Erdgeschoss erzeugt, bringt die vorgehängte Metallfassade mit weißen und anthrazitfarbenen Elementen Ruhe in die Gestaltung der restlichen fünf Geschosse. Der mittig gelegene Erschließungskern dient als vertikal gliederndes Element. Der Zugang zum Gebäude wird sowohl über die Ost- als auch über die Westseite ermöglicht.
Die vielfältige Nutzung der umliegenden Immobilien spiegelt die Lebendigkeit des Viertels wider. Es finden sich neben Wohnungen und unterschiedlichen Gewerberäumen auch ein Verwaltungsgebäude sowie ein Parkhaus. Nebenan residiert ein alteingesessenes Puppentheater.
Neubau von drei Reihenhäusern
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Visualisierung
Arian Wonneberger (M.A. Architektur)
Konzept
Im Leipziger Stadtteil Dölitz, südlich vom Zentrum gelegen und geprägt von großflächigen Grünräumen, Kleingärten und Parkanlagen, ist der Neubau von drei Reihenhäusern geplant. Dieser umfasst etwa 680 m² Bruttogeschossfläche mit 630 m² Nutzfläche. Die Reihenhäuser ordnen sich zentral auf dem Grundstück an und werden durch zwei Nebenanlagen, Fahrradabstellhäuschen und einem Gartenhaus in Holzkonstruktion, ergänzt. Ein landschaftsarchitektonischer Entwurf, welcher für das im Naturschutzgebiet befindliche Bauvorhaben entworfen wurde, vervollständigt das Gesamtkonzept. So liegt dem gesamten Entwurf ein Konzept intensiver Begrünung zugrunde. Die Flächen werden minimal versiegelt; der Baumbestand wird erhalten und ergänzt. Die vollständig begrünten Dächer bieten heimischen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum und tragen gleichzeitig zu einer verbesserten Luft- und Lebensqualität bei. Erdwärme und Solar sorgen im gleichen Zuge für nachhaltige Energieerzeugung.
Die Kubatur und Dachform der Häuser formulieren skulptural wirkende und doch klassische Hausformen. Ihre Fassade gliedert die Gebäudekörper in einen gleichmäßigen und stringenten Rhythmus aus Stahl, Holz und Beton. Das Erdgeschoss aus Sichtbetonfertigteilen formt den kräftigen und stabilen Sockel, auf dem ein leichter zweigeschossiger Holzkörper ruht. Die Fassadengliederung folgt dem Prinzip von Offen und Geschlossen, der sich gleichmäßig über beide Materialbereiche erstreckt.
Der äußere Wechsel der Fassade trägt das großzügige Öffnungsprinzip von Innen nach Außen. Die Räume, als Kontinuum von Innen- zu Außenraum formuliert, transportieren die charmante und grüne Umgebung in die Wohnräume hinein. Üppige Raumhöhen und Galerieetagen, in Verbindung mit filigranen vollverglasten Fensterelementen, lassen den Wohnraum im Erdgeschoss unmittelbar mit dem Garten verschmelzen. Nach Eintritt ins Gebäude folgt der offene Treppenraum mit Garderobe und Gäste-WC. Im großzügigen gartenseitigen Wohn- und Kochbereich findet sich hieran Kamin-, Lese- und Essplatz. In den oberen Geschossen folgen Arbeitszimmer und die privaten Schlafräume sowie die Bäder. Eine kleine Loggia am Schlafzimmer ermöglicht auch in den höheren Räumen den Außenbezug mit direktem Blick ins Grüne.
Denkmalschutzrechtliche Instandsetzung und Sanierung der Stütz- und Umfassungsmauern der Burg Gnandstein
Giebelstadt, 2008
Kompetenzen
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Eckdaten
Auftraggeber: Freistaat Sachsen, vertreten durch das SIB NL Leipzig
2019 - 2020
Sanierung der Stützmauern an der Burg Gnandstein (Westwehr)
2009 - 2011
Sicherung und Teilwiederherstellung der Stützmauern an der Burg Gnandstein (Westwehr)
2008 - 2010
Stützmauern an der Burg Gnandstein
2008 - 2020
Instandsetzung und Sanierung denkmalgeschützter Stützmauern
Konzept
Die Entstehung der Burg Gnandstein wird auf den Zeitraum zwischen 1130 und 1190 datiert. Erstmals im Jahre 1228 erwähnt gilt sie als die besterhaltene romanische Burganlage in Sachsen. Ihre ursprüngliche Bedeutung erwuchs aus der strategischen wichtigen Lage auf einer Felsauskragung am Ostufer der Whyra nahe einer Furt im Zuge von Handelsstraßen nach Leisnig, Colditz später Leipzig und Prag.
Seit 2008 plant und überwacht die Bürogemeinschaft Baukomplex, vertreten durch Dipl.-Ing. Rainer Rakow, für das Sächsische Bau- und Immobilienmanagement Niederlassung Leipzig I umfangreiche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten an den denkmalgeschützten Stütz- und Umfassungsmauern an der Burg Gnandstein bei Kohren-Sahlis. Die Bauaufgaben bestehen in der Verkehrssicherung und Wiederherstellung der Natursteinmauern durch Rückverankerungen, Spritzbetonsicherungen, In-jektionsarbeiten und Mauerwerkssanierungen.
Die 2011 abgeschlossene Teilwiederherstellung der Mauern der Westwehr wird ab 2018 weitergeführt. Für die Mauerabschnitte A und B, C, D und E (Turm) und F erfolgt die Sanierung und Instandsetzung des Bruchsteinmauerwerkes. Anspruchsvoll ist die Einrüstung der Steilhänge Abschnitt A und B an der Burg. In Abstimmung mit dem Naturschutz erfolgt der Einbau von Quartiermodulen für Fledermäuse und Nistkästen für Mauersegler in die Steilwände. Auf der oberen Terrasse wird eine neue Winterlinde aus dem ehemaligen Bestand gezogen und neu gepflanzt.
Weitere Informationen
erhalten Sie von Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Sanierung Westturm Burgruine Kohren-Sahlis
Leipzig, 2024
Kompetenzen
Rainer Rakow (Bauingenieur Dipl.-Ing.)
Alexander Kempf (Architekt M.A.)
Konzept
Zur Revitalisierung der Burgruine Kohren-Sahlis, soll der Westturm saniert werden und durch geeignete Erschließungsmaßnahmen als Aussichtsturm für Besucher:innen zugänglich gemacht werden. Die vertikale Erschließung des Burgturms erfolgt über zwei Stahlbau-Treppenanlagen von Außen und Innen, welche durch eine Verkleidung mit Cortenstahlblechen in die natürliche Umgebung eingebunden ist. Der Bereich vor dem Turm wird durch eine Platzgestaltung und Umgestaltung der Außenanlagen nutzbar gemacht, um kleinere Veranstaltungen durchführen zu können. Der Westturm und der unmittelbar angrenzende neue Aufenthaltsbereich sollen als denkmalgeschützte Gesamtanlage eine Einheit bilden.
Neubau einer Stadtvilla mit mehreren Wohneinheiten
Leipzig, 2011
Kompetenzen
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Konzept
In der freistehenden Stadtvilla Heine entstehen zehn exklusive Eigentumswohnungen mit Grundflächen zwischen 80 qm und 220 qm mit nicht einsehbaren Terrassen und Loggien und unverbaubarem Blick ins Grüne. Der Neubau wird über eine Tiefgarage mit 16 Pkw-Stellplätzen verfügen. Die Architektur des Bauvorhabens orientiert sich in Kubatur, Gebäudehöhe und Lage an den benachbarten Bestandsbauten, die aus der Gründerzeit, dem Jugendstil, aber auch der Neuzeit stammen. Das geplante Gebäude befindet sich zwischen freistehenden Stadtvillen an der Karl-Heine-Straße. Südlich, entlang der Karl-Heine-Straße, befinden sich verschiedene historische Gebäude in offener und geschlossener Bauweise. Diese Bestandsbauten sind in Höhe, Kubatur und Stilrichtung sehr unterschiedlich. Im Norden begrenzt die „Kleine Luppe“ das Grundstück. Dahinter erstreckt sich der Ausläufer des Palmengartens als bekannter Leipziger Parkanlage.
Der Entwurf des Neubaus nimmt die Baulinien der umgebenden Bebauung auf. Das Gebäude teilt sich in zwei große Kuben, die leicht versetzt zueinander die beiden Wohnbereiche des Hauses nach außen ablesbar gestalten. Verbindender Bereich ist der mittig gelegene Erschließungskern, der als vertikal gegliedertes Element den Eingangsbereich des Hauses bildet. Dieser bildet durch sein weit auskragendes Vordach ein großzügiges Entrée zum Haus. Das Erdgeschoss befindet sich im Hochparterre, sodass in den Wohnungen ein hohes Maß an Privatsphäre entsteht. Die Brüstungen zu Balkonen und Terrassen sind zusätzlich geschlossen gestaltet. In den Obergeschossen werden sie als transparente Glasbrüstungen ausgeführt. Einblicke werden durch Einlage abdunkelnder Folien zwischen den Scheiben der Brüstungen verhindert.
Das Fassadenmaterial soll in Muschelkalk, Sandstein oder Betonwerkstein mit Gliederungen in hellgrauen Putzelementen den gestalterischen Bogen zwischen den beiden Nachbargebäuden bilden. Natürliche, edle Materialien – Holz, Naturstein, Glas und Edelstahl – werden neu und harmonisch kombiniert. Hochwertige Ausstattung mit modernster Technik unterstreicht die Exklusivität und Nachhaltigkeit des geplanten Bauvorhabens.
Neubau zweier Mehrfamilienhäuser
Markkleeberg, 2020
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Franziska Michl (Dipl.-Ing Architektur)
Visualisierung
Arian Wonneberger (M.A. Architektur)
Konzept
In Markkleeberg, direkt zwischen Hauptstraße und dem Fluss Pleiße gelegen, reiht sich der Neubau zweier Mehrfamilienhäuser, mit insgesamt 13 Wohneinheiten, in ein wechselhaftes Ensemble verschiedener Epochenstile und verschiedengroßer Gebäude ein. Neben den zwei Wohnhäusern ist ein Carport im Außenbereich geplant, welche von der Hauptstraße her erschlossen werden. Die Neubauten umfassen insgesamt eine Wohnfläche von etwa 1500 m2 und eine Bruttogeschossfläche von ca. 2490 m2.
Große Gartenbereiche, Balkone und Dachterrassen mit Blick auf die Pleiße, erzeugen einen engen Bezug zum Außenraum und ermöglichen stets das Heraustreten ins Grüne. Die Räume, als Kontinuum von Innen- zu Außenraum formuliert, transportieren die charmante und grüne Umgebung in die Wohnräume hinein. Angenehme Raumhöhen, in Verbindung mit filigranen vollverglasten Fensterelementen, lassen den gartenseitigen Wohnraum im Erdgeschoss unmittelbar mit dem Garten verschmelzen. Die vollständig begrünten Dächer bieten heimischen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum und tragen gleichzeitig zu einer verbesserten Luft- und Lebensqualität bei. Die Bewohner können hier die Nähe der Natur und der Seenlandschaft ausnutzen, gleichzeitig aber auch die zentrale Lage zur Stadt. Das momentan ungenutzte, verwilderte Grundstück wird gestaltet und das Straßenbild entlang der Hauptstraße vervollständigt.
Die Fassaden der zwei geplanten Wohnhäuser präsentieren sich als Teil der straßenbegleitenden Bebauung in Form von Solitärbauten. Die Trauf- und Firsthöhen sowie die Geschossigkeiten, orientieren sich an den umgebenden Bestandsgebäuden. Ebenso ist es die Heterogenität an Baustilen, vertreten in Markkleeberg, welche eine Grundlage für die Maßstäblichkeit und Qualität des Entwurfs darstellt. Heller Klinker in sanften Beigetönen, Glasbrüstungen und anthrazitfarbene Markisen erzeugen ein abgerundetes Erscheinungsbild. Das Bauvorhaben fügt sich in die bestehende städtebauliche Umgebung ein, stellt jedoch gleichzeitig auch einen eigenständigen Beitrag dar.
Sanierung eines Plattenbaus
Grimma, 2017
Kompetenzen
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Konzept
Die Wohnungsgenossenschaft Grimma eG saniert kontinuierlich weiter Ihren Wohnungsbestand an Plattenbauten der Wohnungsbauserie WBS 70. Die Bauaufgabe für den Wohnkomplex Neschwitzweg 1 – 31 in 04668 Grimma bestand in der Erneuerung der Dachabdichtung und der Renovierung der Fassaden, Balkone und Treppenhäuser nach bereits 1995 erfolgter Grundsanierung.
Zur Verbesserung des Wohnumfeldes erfolgte die komplette Umgestaltung der Außenanlagen mit Wegen und Grünflächen einschließlich der Erneuerung der Hauptkanäle für Abwasser und Trinkwasser. Die PKW-Stellplätze und Müllcontainerstandorte wurden erneuert. Es wurden moderne und sichere Einstellmöglichkeiten für Fahrräder vor dem Wohnkomplex geschaffen. Für Kinder und Jugendliche wurden die Spiel- und Aufenthaltsbereiche im Freien modernisiert.
Innerstädtisch hochwertiger Neubau mit innovativer Fassade und medizinischer Nutzung
Leipzig, 2012
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Innenarchitektur
Lounge Designgroup
Publikationen
Detail Zeitschrift 2013 Architekturkalender 2013
Konzept
Mit dem Ärzte-Kompetenz-Zentrum am Simsonplatz in Leipzig schließt sich die Ecksituation am Bundesverwaltungsgericht. Die Gestaltung des neuen Gebäudes fügt sich harmonisch in das Ensemble aus Bundesverwaltungsgericht, Gründerzeithäusern und Mendelssohnufer. Zwar unterscheidet sich die Fassadengestaltung des Neubaus von der übrigen Bebauung, jedoch orientiert sich die Gestaltung an den Traufhöhen und Gesimsen des benachbarten Gründerzeithauses.
Der zerschnittene Baukörper schiebt einzelne Geschosse über den entstehenden Gebäudeknick hinaus. Mit diesem Versatz entsteht eine völlig neue Eckenkomposition: Das Haus biegt buchstäblich um die Ecke. Brüstungen und obere Fensterabschlüsse laufen diagonal auseinander. Wo sie aufeinandertreffen, entstehen vollständig verglaste Flächen. So gewinnt der Innenbereich großzügige, helle Wartezonen, während die Behandlungsbereiche seitlich geschützt bleiben.
Die Winkel der Fassadenstruktur finden sich auch im Innenbereich wieder, hier gliedern sich Flurbereiche nach dem Patientenaufkommen. Für das Ärztezentrum entsteht so eine perfekte Arbeitsatmosphäre, Patienten werden in einer hellen und sachlichen Umgebung empfangen. Es handelt sich um ein energetisch sparsames Gebäude. Die zweischalige Fassade, Heiz- und Kühldecken sowie Erdwärmenutzung optimieren den Energieverbrauch. Die flächenbündige Verglasung spiegelt zudem das Bundesverwaltungsgericht und spielt so mit seiner Lage.
Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern
Leipzig, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Architekt Stefan Oertel (Dipl.-Ing.)
Konzept
Im Stadtteil Leutzsch, gelegen im Leipziger Westen, welcher durch Grünflächen und Kleingärten, sowie einem wechselhaften Ensemble aus offener Bebauung mit Villen und Stadthäusern geprägt ist, reiht sich zwischen dem Lindner Hotel und einer Kleingartenanlage der Neubau von zwei architektonisch hochwertigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 20 Wohneinheiten und einer Tiefgarage ein. Die Neubauten umfassen insgesamt eine Wohnfläche von etwa 3800m².
Umgesetzt wurden zwei Baukörper, welche im Untergeschoss durch eine Tiefgarage verbunden sind. Im Untergeschoss wurden neben den Stellplätzen auch die Abstellräume und die Haustechnik untergebracht. Der, zwischen beiden Gebäuden liegende Bereich der Tiefgarage wurde begrünt, so dass dieser sich optimal in die Gartengestaltung einfügt. Die Gebäude wurden mit je drei Vollgeschossen und je einem zurückgesetztem Staffelgeschoss geplant. Die Wohneinheiten verfügen über großzügige Loggien und Terrassen mit Blick in das Landschaftsschutzgebiet des Leipziger Auwald und erzeugen somit einen engen Bezug zum grünen Außenraum. Für die Wohnungen im Erdgeschoss wird die grüne Umgebung durch großzügige Verglasungen zu den erweiterten Gartenbereichen noch erlebbarer.
Die beiden Wohnhäuser orientieren sich in ihrer Maßstäblichkeit und Höhe an der umgebenden Bebauung. Der geplante Entwurf mit dem großzügigen Garten fügt sich in die durchwachsene Umgebung ein. Die offene Bauweise, als auch die Positionierung des neu gebauten Gebäudeensembles auf dem Grundstück nehmen den Duktus der städtebaulichen Umgebung auf und ermöglichen zugleich eine optimale Ausrichtung auf dem Grundstück.
Die Gebäude leben von Ihrer abwechslungsreichen Fassadengestaltung aus hochwertigen Materialien, in der sich moderne und klassische Elemente zeitgemäß verbinden. Das Spiel von Vor- und Rücksprüngen in der Gebäudeform, die Anordnung der Balkone und das Rückspringen der Staffelgeschosse bilden einen aufgelockerte Baukörper, welche sich stilgerecht in die umgebende städtebauliche Situation einfügen. Die realisierten Wohnhäuser entsprechen in ihrer Kleinteiligkeit und Lebendigkeit einer neuzeitlichen Stadthausbebauung im Villenstil. Die Fassadenmaterialien schlagen mit der Gliederung in Putz- und Werksteinelemente den gestalterischen Bogen zwischen den villenartigen Bestandsgebäuden der Umgebung, dem Solitär des Lindner Hotel und moderner Architektur.
Entwurfsplanung einer Stadtvilla
Markkleeberg, 2013
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
Für einen Standort in Markleeberg bei Leipzig haben wir eine Villa im gehobenen Standard bis hin zu den Ausführungsdetails geplant. Dabei galt es, die Fläche des schmal geschnittenen Grundstücks bestmöglich auszunutzen. Entstanden ist so ein Wohngebäude mit einer Fläche von 210 Quadratmetern, dass mit seiner stark gegliederten und raumgreifenden Struktur die vorhandene Fläche ideal nutzt und gleichzeitig eine großzügige Raumwirkung des Grundstücks auch für die Außennutzung ermöglicht.
Werkstattverfahren Kohlenstraße am Bayerischen Bahnhof
Leipzig, 2019
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Angélique Philipp (M. Sc. für Architektur)
Sascha Jecht (M. Sc. für Architektur)
Konzept
Im Werkstattverfahren „Wohnen am Bayerischen Bahnhof in Leipzig“ der Stadtbau AG konnten wir den zweiten Platz gewinnen.
Das Verfahrensgebiet liegt zwischen einem neu geplanten Stadtteilpark im ehemaligen Gleisbereich des Bayerischen Bahnhof und einer beinahe geschlossenen gründerzeitlichen Bebauung der Südvorstadt. Der erarbeitete Entwurf nimmt Bezüge aus den angrenzenden Stadtteilen auf und interpretiert diese neu. Besonderer Wert wird dabei auf die Errichtung eines lebendigen Wohnquartiers gelegt, bei dem städtebauliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität für die Anwohner und für die Öffentlichkeit geschaffen werden. Städtebaulich markante Sicht- und Blickbeziehungen sollen dabei erhalten und durch die Baukörperstellung sinnvoll ergänzt und gestärkt werden.
Die Architektur wird in einer zeitgemäßen, individuellen und dem Standort angemessenen Sprache entwickelt. Auf dem Realisierungsteil werden vier Baukörper angeordnet. Die beiden äußeren, das Gebiet begrenzenden Gebäude (Nr. I und Nr. IV) nehmen die Blickbeziehungen aus der Paul-Gruner-Straße und der Shakespearestraße auf und schaffen individuelle Sichtachsen in den Stadtteilpark. Sie bilden einen jeweils markanten städtebaulichen und architektonischen Abschluss. Dazu trägt der diagonal ansteigende Dachabschluss mit seinen Hochpunkten an den äußeren Seiten des Gebietes bei. Die Gebäude bilden den Rahmen für die beiden Baukörper im Zentrum. Diese Gebäude (Nr. II und Nr. III) sind in ihrem städtebaulichen Maßstab villenartiger angelegt. Dazu trägt der Versatz der beiden Baukörper zueinander bei. Durch die Ausbildung eines Staffelgeschosses in jeweils unterschiedlicher Tiefe ist die Traufe zudem deutlich niedriger als bei den randabschließenden Gebäuden im Bereich der kreuzenden, vorgenannten Querstraßen. Der Versatz der Gebäude zueinander schafft zudem interessante Blickbeziehungen im städtebaulichen Sinne auf die gestaffelten Baukörper, aber auch im individuellen Sinne aus den Gebäuden sowohl in den Park, als auch auf die großzügigen vorgelagerten Grünflächen, die den Charakter eines Stadtpalais erzeugen.
Die Nutzungskonzepte leiten sich direkt aus der angelegten städtebaulichen Strukturierung des Verfahrensgebietes ab. Sie sind für jedes Gebäude individuell. So sind in den abschließenden markanten Baukörpern (Nr. I und Nr. IV) die Anlegerwohnungen angeordnet. Die Gebäude sind bewusst kompakter in ihrer Bauart und beherbergen die wenigen, aber präsent positionierten Gewerbeeinheiten. So wäre beispielsweise am Schnittpunkt zwischen Realisierungsteil und Ideenteil im Bereich der Zuwegung zum Stadtteilpark ein kleines Café denkbar. Durch die auskragende Gebäudeecke und ihrer Lage im Nordosten des Baukörpers wird der mögliche Gastronomiebereich besonders gut wahrgenommen und zusätzlich baulich geschützt. Aufgrund der gestaffelten Baukörperstellung der Gebäude im Ideenteil ist ein Blick auf den Bayerischen Bahnhof möglich. Reminiszenzen historischer Bahnhöfe und Bahnanlagen bilden die als Raumgerüst / Raumtragwerk angelegte Deckenstruktur im Inneren und im vorgelagerten Bereich dieser repräsentativen Einheit und lassen zeitgemäße Architektur und historischen Standort miteinander verschmelzen. Gleiches gilt in abgewandelter Form für die geplante Gewerbeeinheit im Gebäude Nr. IV. Diese befindet sich im südwestlich ausgerichteten Teil des Bauwerks und ist somit auf der „urbanen“ Seite an der Kohlenstraße gelegen. Auf diese Weise wird die im historisch geprägten Stadtgebiet der Südstadt übliche Lage der Ladenlokale an Kreuzungspunkten der gründerzeitlichen Architektur aufgenommen und neu interpretiert.
Denkmalschutz, Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten am Schloss Colditz
Colditz, 2007
Kompetenzen
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Eckdaten
2007–2009
Umfassungsmauer um den Tiergarten
Etat: 850.000,00 €
2010–2011
Stütz- und Umfassungsmauern am unteren Lustgarten
Etat: 500.000,00 €
2012–2013
Stütz- und Umfassungsmauern Terrassengarten, Weißenburg
Etat: 300.000,00 €
2013–2014
Stützmauer, Am Hainberg
Etat: 150.000,00 €
2013–2015
Bautechnische Sicherung und Sanierung historische Pferdeschwemme
Etat: 150.000,00 €
Konzept
Am imposanten Gebäudekomplex des Schlosses Colditz, eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser in Mitteldeutschland, geben unterschiedliche Bauformen Zeugnis von wechselvoller Geschichte und Nutzung. Funktionen als Burgward, kurfürstlicher Herrschaftssitz und Amtssitz, Jagdschloss, Witwensitz, Kranken- und Verwahranstalt, Schutzhaft- und Kriegsgefangenenlager haben vom 11. bis 20 Jahrhundert ihre baulichen Spuren hinterlassen.
Seit 2008 plant und überwacht die bürogemeinschaft BAUKOMPLEX, vertreten durch Dipl.-Ing. Rainer Rakow, für das Sächsische Bau- und Immobilienmanagement Niederlassung Leipzig I umfangreiche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten an den denkmalgeschützten Stütz- und Umfassungsmauern am Schloss Colditz.Die Bauaufgaben bestehen in der Verkehrssicherung und Wiederherstellung der Natursteinmauern durch Rückverankerungen, Spritzbetonsicherungen, Injektionsarbeiten und Mauerwerkssanierungen.
Weitere Informationen
erhalten Sie von Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Dölitz
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Angélique Philipp (M. Sc. für Architektur)
Im Stadtteil Dölitz entsteht ein Mehrfamilienhaus mit 11 Wohnungen. Das Gebäude baut an den Giebel des Nachbargrundstücks an und orientiert sich an der Bauflucht und Tiefe des Gebäudes der Bornaischen Straße 176. Nordöstlich orientiert sich der Neubau an dem Verlauf der Bornaischen Straße und bildet einen Knick aus. Der Neubau führt die offene Blockrandbebauung entlang der Bornaischen Straße fort. Der Baukörper selbst weist moderne und abwechslungsreiche, so wie klassische Elemente auf. Der nähere städtebauliche Kontext ist insgesamt sehr heterogen. Die Nutzungen der umgebenden Bestandsgebäude sind vielfältig und reichen von der am häufigsten vertretenen Wohnnutzung über kleinere Gewerbenutzungen bis hin zu sozialen Gebäuden. Die Fassade orientiert sich an der Gliederung des Nachbargebäudes in Sockelbereich, Mittelbereich und Dachbereich. Diese Gliederung wird durch den Strukturwechsel des Materials und durch horizontale Stilelemente betont. Die Straßenfassade als gerasterte Lochfassade erlaubt eine behagliche Wohnraumatmosphäre. Zum Hof weiten sich die Wohnräume über Balkone auf mit dem Blick ins Grüne zum Goethepark.
Neubau des Geschäftssitzes der Firma BEDAV GmbH
Leipzig, 2010
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Konzept
In einem Architektenwettbewerb für einen Neubau des Geschäftssitzes der BEDAV GmbH in Leipzig konnten wir mit unserem Vorschlag den 1. Preis belegen und wurden mit der Realisierung beauftragt. Die Baukörperstellung wurde so gewählt, dass ein möglicherweise 3. Bauabschnitt errichtet werden kann und mit einem vorgelagerten Grünbereich mit Parkflächen ein campusartiger Eindruck entsteht. Durch die Lage der geplanten Gebäude gliedert sich das Grundstück in Verkehrsflächen und Ruhezonen. Zusätzlich entsteht durch die Anordnung des künftigen Hauptgebäudes parallel zur Bornaer Straße eine Empfangsgeste für die Besucher des Unternehmens.
Zusammen mit architektonisch verbindenden Elementen wie überdachten Wegeführungen und weit auskragenden Vordächern wird eine Art Vorplatzsituation geschaffen. Die Haupterschließung des Gebäudes wird deutlich herausgearbeitet. Im abgewandten Bereich wurde in einem 2. Bauabschnitt eine Cafeteria angebaut, die das Gebäude nach Südwesten hin ergänzt. Sie dient als Treffpunkt und Kommunikationszentrum für Besucher und Mitarbeiter.
Umbau eines Ferienhauses
Freyburg, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
Das Saale-Unstrut Gebiet ist für seine malerischen Weinberge, historischen Burgen und Schlösser sowie für seine zahlreichen Freizeitmöglichkeiten bekannt. Die Weinscheune ist inmitten dieser Region gelegen und damit Ausgangspunkt für viele Ausflugsmöglichkeiten.
Das Ferienhaus wurde nach höchsten Ansprüchen liebevoll saniert und bietet auf 150 Quadratmetern Platz für bis zu 6 Personen. Der offene Wohn-, Ess- und Küchenbereich lädt zum Verweilen und geselligen Beisammensein ein. Die liebevoll eingerichteten Zimmer sorgen für ein angenehmes Ambiente und garantieren einen komfortablen Aufenthalt. Auf der Terrasse und im Garten lässt es sich mit Blick auf die umliegenden Weinberge entspannen!