Neubau von Ferienapartments als Erdhäuser
Rügen, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)
Konzept
In Lohme auf Rügen ist der Bau von vier Erdhäusern auf dem Grundstück des Privathotels Schloss Ranzow geplant. Diese verfügen über 14 moderne und zugleich komfortable Apartments, die Platz für bis zu zwei Personen bieten. Für reisende Familien, von bis zu vier Personen, steht zusätzlich ein großzügiges 80qm Apartment zur Verfügung. Die Unterkünfte verfügen über ein bis zwei Schlafzimmer mit einem Doppelbett, einen Aufenthaltsraum, sanitäre Einrichtungen sowie einen Balkon oder eine Terrasse mit Zugang zur Natur im Gartengeschoss.
Auf Helligkeit wird bei den Erdhäusern besonders viel Wert gelegt: Die Ost - und Westfassade ist aufgrund der Topografie überwiegend geschlossen, hingegen öffnet sich die Fassade in Richtung Norden als großzügige verglaste Fensterfront und bietet einen Panoramablick über den Golfplatz bis hin zur Ostsee. Einzelne Dacheinschnitte sorgen zusätzlich zur großzügigen nordseitigen Fensterfläche für ausreichend Belichtung im Inneren des Gebäudes. Kubische Formen sowie die minimalistische und zurückhaltende Gestaltung des Wohn- und Schlafbereiches spiegeln den Charakter des Hauses wider. Inspiriert von der Harmonie der Natur strahlen die Apartments Frische, Modernität und Wärme aus.
Neubau eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Conrad Schumann (M. Sc. für Architektur)
Angélique Philipp (M. Sc. für Architektur)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Rainer Rakow (Bauingenieur Dipl.-Ing.)
Konzept
Im Leipziger Zentrum-Nord ist der Neubau eines hochwertigen viergeschossigen Wohnhaus mit insgesamt acht Wohneinheiten entstanden. Die einzelnen Wohnungen verfügen über Loggien und Terrassen. Eine der Wohneinheiten erstreckt sich als Maisonette-Wohnung bis in das Dachgeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich neben der Garage ebenfalls Abstellräume und die Haustechnik.
Der nähere städtebauliche Kontext ist insgesamt sehr heterogen. Die Nutzungen der umgebenden Bestandsgebäude sind vielfältig und reichen von der am häufigsten vertretenen Wohnnutzung, über kleinere Gewerbenutzungen, bis hin zu sozialen Einrichtungen.
Der Baukörper orientiert sich an der südöstlichen Grundstücksgrenze und schließt an die Nachbarbebauung Springerstraße 21 an. Das Objekt weist moderne und abwechslungsreiche, so wie klassische Akzente auf. Das Spiel von Vor- und Rücksprüngen in der Gebäudeform, die Anordnung der Balkone, die Betonung der Horizontalen und das Rückspringen des Staffelgeschosses bilden eine aufgelockerte Baustruktur. Die Fassade schafft mit der Gliederung in Metall- oder Plattenmaterial und Backstein bzw. Werksteinelemente den gestalterischen Bogen zwischen den vielseitigen Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur.
Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Architekt Stefan Oertel (Dipl.-Ing.)
Johanna Boy (B.A. Architektur)
Publikationen
Architekturkalender 2024
Konzept
Im südöstlich von Leipzig gelegenen Dösen ist der Neubau eines Wohnhauses mit 28 Wohneinheiten entstanden.
Der nähere städtebauliche Kontext ist insgesamt heterogen. Östlich des Baugrundstückes befinden sich das ehemalige Park-Klinikum Dösen. Die Gebäude sind in einer offenen Bauweise errichtet und werden durch das Revitalisierungskonzept der Parkstadt Dösen zu Wohngebäuden umgenutzt. Der Neubau stellt eine Fortführung der Gebäudeausrichtung zur Parkstadt dar. Südlich des Neubaus schließt eine Obststreuwiese direkt an das Baufeld an. Aus diesem Grund kann kein anderes Gebäude die Südfassade des Neubaus verschatten und den Blick auf die Streuobstwiese einschränken. Westlich und nördlich befinden sich vor allem Kleingärten aber auch kleinere Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Allgemein ist das Quartier geprägt durch den gewachsenen Baumbestand, welcher das gesamte Gebiet großzügig durchgrünt.
Das Gebäude ist von der Paul-Flechsig-Straße aus über zwei Treppenaufgänge sowie über die Zufahrt für die Tiefgarage erschlossen. Der Baukörper ist gegliedert in die Tiefgarage, den abgesetzten Erdgeschossbereich, drei Obergeschosse und ein umlaufend zurückgesetztes Staffelgeschoss. Jede Wohneinheit verfügt über eine großzügige Loggia oder Terrasse. Die Wohneinheiten des Erdgeschosses sind barrierefrei und verfügen in der Tiefgarage ebenfalls über barrierefreie PKW-Stellplätze. Die Rampe zur Tiefgarage ist teilweise extensiv begrünt und teilweise mit einer Pergola überdacht.
Die Anordnung des Gebäudes auf dem Grundstück sieht umlaufend großzügige Grünflächen vor. Das Gebäude selbst zeichnet sich durch seine Unterschiedlichkeit aus. Die der Sonne zugewandten Südfassade wird durch großzügige Loggien charakterisiert, welche abwechselnd schräg gestellt sind, bandförmig direkt aneinander anschließen und durch ebenfalls schräg gestellte Außenwände voneinander getrennt sind. Die gewebeähnliche Stellung der Loggien erzeugt ein Wechselspiel von Licht und Schatten, welches durch raumhohe Verglasungen komplettiert wird. Die Nordfassade weist im Gegensatz zur Südfassade eine schlichtere Geometrie auf. Sie wird in einem abgesetzten Sockel, einem Hauptteil und einem ebenfalls abgesetzten Staffelgeschoss horizontal gegliedert. Die herausgestellten Treppenhäuser, mit den L-Förmigen Vordächern, erzeugen eine vertikale Aufteilung der Fassade, eine Adressbildung sowie Empfangsgeste und einen Regenschutz. Das Erdgeschoss hat raumhohe Fenster und ist vollständig mit Metall in einem Champagne-Farbton verkleidet. Die Obergeschosse bilden den Hauptteil der Fassade. Der Großteil der Oberfläche besteht aus Weißbeton bzw. Betonfaserplatten. Das Spiel der zusammengefassten Fensterbänder im Champagne-Farbton lockert die schlichte Fassade auf und erzeugt einen warmen Kontrast zum Weißbeton. Die beiden Kopfseiten des Gebäudes vermitteln geometrisch beide Fassadenformen und stellen eine Verbindung her. Zusammengefasst lebt der Entwurf von seiner abwechslungsreich-dynamischen Fassadengestaltung aus hochwertigen Materialien, in der sich moderne und klassische Elemente zeitgemäß verbinden.
Neubau eines Ferienhauses mit zwei Wohneinheiten
Prerow, 2014
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Vicky Leider (Dipl.-Ing. Architektur)
Konzept
Das Objekt verbindet zahlreiche Details der historischen ortstypischen Bebauung mit modernen Gestaltungselementen und Materialien. Das sehr steile Reetdach ist ebenso typisch für die umliegende Bebauung wie die großen, sich oft über Eck erstreckenden Fensterflächen. Durch den Einsatz moderner Metall- und Holzelemente und der Fortsetzung der kubischen Bauformen auch im Inneren ist so ein zeitlos modernes Ferienhaus entstanden, das sich in seine gewachsene Umgebung einfügt. Die großzügig dimensionierten Fensterbänke laden zum Verweilen ein. Die so entstandenen „Sitzfenster“ sorgen gleichzeitig für eine harmonische Verbindung von innen und außen.
Neubau eines Apartmenthauses
Binz, 2018
Kompetenzen
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Konzept
Direkt an der Strandpromenade in Binz auf Rügen gelegen, verfügt der von uns geplante Neubau dieses Apartmenthauses über eine einzigartige Lage. Mit vier Etagen und einem Penthouse entstanden hier auf einer Wohnfläche von 1.570 Quadratmetern insgesamt 17 Eigentumswohnungen sowie eine Gewerbeeinheit. Die Apartments bieten einen unverbaubaren Blick auf die Ostsee und großzügig dimensionierte Balkone, Terrassen und Fensterflächen. Die Architektur des Neubaus ist eine moderne Interpretation der historischen Bäderarchitektur. Eine klare Ausrichtung des Baukörpers und raumhohe Fenster zusammen mit Glasbrüstungen sorgen für der Lage angemessene Blickachsen. Glatte Putzflächen in gebrochenem Weiß betonen die horizontalen Linien, der Einsatz von Klinkern, Schiebeelementen und die Platzierung der Fenster bilden dazu einen natürlichen Kontrast.
Neubau eines Wohn-und Geschäftshauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Magdalena Neugebauer (M.A. für Architektur)
Konzept
Das geplante Wohn- und Geschäftshaus befindet sich direkt am Lindenauer Markt, dem Zentrum des lebendigen und jungen Stadtteils Lindenau. Ziel des Entwurfes ist es, das beliebte Quartierszentrum durch einen letzten Stadtbaustein zu ergänzen und die Raumkanten am Lindenauer Markt und der Odermannstraße wiederherzustellen. Das Bauvorhaben fügt sich in seiner Nutzung und Kubatur in die bestehenden kulturellen und städtebaulichen Strukturen ein und erweitert diese individuell und zeitgemäß. Die noch letzte Baulücke am Lindenauer Markt soll dafür geschlossen, die Platzsituation vervollständigt und das Quartier nachhaltig ergänzt werden.
Die geplanten Nutzungen des Wohn- und Geschäftshauses gehen individuell auf die Bedürfnisse der Anwohner und Besucher vor Ort ein. Im Erdgeschoss umfasst dies eine Einzelhandelsfläche, in Form eines Biomarktes. In den folgenden Geschossen sind Wohnnutzung (1-5 Raumwohnungen) sowie Büroflächen für junge Unternehmen und Start-Ups angeordnet. Arbeiten, Einkaufen und Freizeitnutzung können hier einen gemeinsamen Ort finden und nachbarschaftliche Synergien geschaffen bzw. gestärkt werden.
Dem gesamten Entwurf liegt ein Konzept intensiver Begrünung zugrunde. Zur Aufwertung des dichten städtebaulichen Umfeldes ist eine Begrünung der Dachlandschaft vorgesehen. Das Grundstück, welches bisher als Fußgänger -Verbindungsstück zwischen dem Lindenauer Markt und der Odermannstraße fungierte, soll diese Funktion weiterhin erfüllen. Die Durchwegung wird in Form einer begrünten Passage erhalten und stellt im weitesten Sinn einen «Shared Space» dar, ähnlich einer innerstädtischen Fußgängerzone. Durchwegung, Durchlässigkeit der Bebauung und Freiraumgestaltung unterstützen den offenen Charakter des Quartiers und werten ihn gleichzeitig auf, indem Grünräume und Orte des öffentlichen Zusammenlebens geschaffen werden.
Die Fassade präsentiert sich als Teil einer straßenbegleitenden Blockstruktur und ist gleichzeitig wichtiger Baustein der Platzgestaltung. Die Trauf- und Firsthöhen, sowie Geschossigkeit orientieren sich an den umgebenden Bestandsgebäuden. Ebenso ist es die Heterogenität an Baustilen, vertreten am Lindenauer Markt, welche eine Grundlage für die Maßstäblichkeit und Qualität des Entwurfs darstellt. Dieser orientiert sich an den Proportionen der umgebenden Fassaden, nimmt das vorherrschende Prinzip der Fensterachsen und -reihung, im überwiegend stehenden Format, auf und interpretiert dieses auf sensible Weise neu.
Vertikale Fensterformate und ein Wechsel aus geneigten und geraden Wandflächen schaffen ein spannungsvolles Verhältnis von Wand und Öffnung, sowie eine ausgewogene Proportionierung der Elemente zueinander. Durch die unterschiedlichen Ebenen der Fassadenelemente entsteht zudem ein interessantes Fassadenrelief, geprägt durch dezente Vor- und Rücksprünge. Gleichzeitig werden kleine Austritte generiert; das Hinaustreten aus dem Wohnraum in den Stadtraum soll hier ermöglicht werden. Die moderne Wohnung erhält einen kleinen Freiraum im innerstädtischen Bereich. Großzügige Verglasungen der Gewerbeflächen im Erdgeschoss schaffen wiederum einen Bezug zum Platz, ohne dass die Proportionen der Fassadengestaltung verändert werden. Um die Feinheit der Plastizität zu betonen, ist die durchgängige Verwendung von hellem Naturstein vorgesehen. Dieser unterstreicht die Einheitlichkeit der Fassade; lenkt nicht vom zugrunde liegenden Prinzip der Reliefbildung ab.
Neubau einer Stadtvilla mit 9 Wohneinheiten
Leipzig, 2015
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. (FH) für Architektur)
Konzept
In dem beliebten Leipziger Stadtteil Südvorstadt entsteht eine freistehende Stadtvilla. Das fünfgeschossige Gebäude an der Ecke Scharnhorststraße/Altenburger Straße verfügt über hochwertige Eigentumswohnungen mit großen Loggien und Terrassen. Im Terrassengeschoss befindet sich ein Penthouse. Ein großzügiges Entrée ist an der Straßenecke geplant. Die städtebauliche Nachbarschaft gibt sich vielfältig: weite auskragende Balkone, Loggien und auffallend spitzwinklige Erker und Giebel. Letztere zählen zur Architektur im Stil des Art déco, die weite Teile des Viertels prägen. Hier knüpft der Entwurf für die Stadtvilla an.
Durch das „Verdrehen“ jedes zweiten Geschosses entstehen Erker und kleine Loggien in jedem darüberliegenden Geschoss. Die wiederkehrende Anordnung und Formate der Fenster über Eck zitieren die Epoche des Art déco. Durch diese Neuinterpretation tritt die Villa in Dialog mit ihrer Umgebung. Außerdem kommuniziert die weiße Putzfassade mit Holzelementen mit den Holzbalkonen der benachbarten historischen Gebäude sowie mit dem Eingangsbereich des Kindergartens auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Villenensemble Friedensstraße
Leipzig, 2018
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Architekt Stefan Oertel (Dipl.-Ing.)
Planung und Realisierung
Konzept
Auf dem parkähnlichen Grundstück, das als Gartendenkmal mit einer besonderen Baumstruktur aufwartet, entstehen in zwei neu zu errichtenden Baukörpern insgesamt 18 Eigentumswohnungen sowie eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen. Die Grundrissgestaltung erlaubt eine Vielzahl individueller Nutzungsmöglichkeiten. Ausgestattet mit einer Werkstein-Fassade, großzügigen Terrassen und überdurchschnittlichen Raumhöhen werden auch die Ansprüche an ein nachhaltiges Bauen erfüllt: Unter anderem werden dreifachverglaste Holzfenster, Fußbodenheizung und eine Brennwert-Heizungsanlage mit Solarunterstützung zur Warmwasserbereitung verbaut.
Entwurfsplanung einer Stadtvilla
Markkleeberg, 2013
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
Für einen Standort in Markleeberg bei Leipzig haben wir eine Villa im gehobenen Standard bis hin zu den Ausführungsdetails geplant. Dabei galt es, die Fläche des schmal geschnittenen Grundstücks bestmöglich auszunutzen. Entstanden ist so ein Wohngebäude mit einer Fläche von 210 Quadratmetern, dass mit seiner stark gegliederten und raumgreifenden Struktur die vorhandene Fläche ideal nutzt und gleichzeitig eine großzügige Raumwirkung des Grundstücks auch für die Außennutzung ermöglicht.
Neubau eines Stadthauses
Leipzig, 2017
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Architektin Anja Kreußel
Johanna Boy (M. A. für Architektur)
Richard Neumann (M. A. für Architektur)
Konzept
In der Leipziger Südvorstadt ist der Neubau eines hochwertigen Stadthauses mit 9 Wohneinheiten geplant. Das Gebäude ist fünfgeschossig mit zwei Ebenen im Dachgeschoss und wird von der Kantstraße aus erschlossen. Im Erdgeschoss befinden sich die Garage, die Haustechnik, ein Abstellraum und der großzügige Eingangsbereich mit Aufzugsanlage. Die einzelnen Wohneinheiten verfügen über Loggien und Balkone an der Nord- und Südfassade. Vom ersten bis zum sechsten Obergeschoss verteilen sich 9 Wohneinheiten. Eine dieser Wohnungen entwickelt sich als Penthouse über zwei Ebenen im Dachgeschoss.
Der Neubau baut an den Giebel des Nachbargrundstücks an und orientiert sich maßgeblich an dem Bestandsgebäude der Kantstraße 8, mit der Fortführung der bestehenden Gebäudeflucht. Das Gebäude führt die offene Blockrandbebauung entlang der Kantstraße fort. Der Baukörper selbst weist moderne und abwechslungsreiche, so wie klassische Akzente auf. Er orientiert sich an der Fassadengliederung des Bestands in Sockelbereich, Mittelbereich und Dachbereich. Die Gliederung wird durch Strukturwechsel im Material, horizontale Stilelemente sowie Vor- und Rücksprüngen in der Fassade betont.
Die Fassade wird mittels großformatiger Rahmenelemente gegliedert. Sie spielen im Versatz mit bündig liegender Festverglasung und blickdichten, eingerückten Lüftungselementen aus Metall. Das Fassadenmaterial schlägt mit der Gliederung in Klinker, Glasflächen und Metallfelder sowie Metallrahmungen den gestalterischen Bogen zwischen den vielseitigen und klassischen Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur. Klassische Aufbauten wie Gauben und Giebel werden in einer bewegten Dachlandschaft in Form und Materialität zeitgemäß interpretiert, so fügt sich das Gebäude stilgerecht in die umgebene städtebauliche Situation ein.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Schkeuditz
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
In Schkeuditz ist der Neubau von einem hochwertigen Wohnhaus mit 6 Wohneinheiten geplant. Das Gebäude ist zweigeschossig mit einem Dachgeschoss geplant. Zwei Garagen befinden sich im Untergeschoss und werden rückseitig über eine Zufahrt von der Altscherbitzer Straße aus erschlossen. Die einzelnen Wohneinheiten verfügen über Loggien und Balkone an der Südfassade mit Blick auf die Altscherbitzer Parklandschaft. Der nähere städtebauliche Kontext ist insgesamt heterogen. Die Nutzungen der umgebenden Bestandsgebäude sind vielfältig und reichen von der am häufigsten vertreten Wohnnutzung über kleine Gewerbenutzungen bis hin zu größeren Gesundheitseinrichtungen der Helios Klinik im Norden.
Der Baukörper orientiert sich maßgeblich an der Nachbarbebauung Leipziger Straße 72, mit Fortführung der bestehenden Gebäudeflucht. Der Baukörper selbst weist moderne und abwechslungsreiche, so wie klassische Akzente auf. Das Spiel aus Fensteranordnung und Rahmung mittels reliefartiger Rücksprünge, wohlüberlegte Materialwechsel, die Anordnung der Balkone, die Betonung der Horizontalen und das Aufgreifen des Satteldachs als klassisches Element bilden einen kompakten Baukörper aus, welcher sich stilgerecht in die umgebene städtebauliche Situation einfügt. Das Fassadenmaterial schlägt mit der Gliederung in Klinker und Beton, sowie Metallrahmungen den gestalterischen Bogen zwischen den vielseitigen und klassischen Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur. Die Schaffung eines neuen Wohnhauses mit einhergehender Wiederaufnahme der Wohnnutzung wertet das derzeit ungenutzte Grundstück und sein Umfeld auf.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Rügen, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Maria Sophie Kimm (M.A. Architektur)
Konzept
In Binz auf der Insel Rügen entsteht der dreigeschossige Neubau eines hochwertigen Apartmenthauses mit neun Wohneinheiten. Ganz im Stile der ortstypischen Bäderarchitektur zeichnet sich das Gebäude durch einen schlichten Grundkörper mit umlaufenden Gesimsen sowie durch schmuckvoll gestaltete Balkonvorbauten. Der erhöhte Eckturm als Analogie zur früheren Bebauung des Grundstücks «Villa Merlin» akzentuiert und gliedert die Fassadenabwicklung.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Leipzig, 2018
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sarina Hellriegel (Dipl.-Ing. für Architektur)
Konzept
Der Stadtteil Zentrum-Südost lebt von seinem „Leipziger Charme“. Lange, hohe Gründerzeitfassaden reihen sich in der belebten Straße harmonisch aneinander. Ein fünfgeschossiges Townhouse schließt die Blockrandbebauung perfekt, ohne dass sein individueller Charakter untergeht. Alt und Neu bilden eine ausgewogene Balance.
Die Gebäudegrundfläche beträgt ca. 195 qm. Der an Nord- und Südseite eingeschlossene Baukörper entsteht in Massivbauweise mit gehobenem Standard. Ein Staffelgeschoss auf dem Dach unterstützt die Einheit der umliegenden Bebauung. Hier fällt vor allem das sich wiederholende Erkermotiv auf. Das Townhouse integriert es auf seine Weise: Dezent gewählte Vorsprünge in der Fassade gliedern das Gebäude zusätzlich und betonen die Eingangssituation. Auch die Fassadengestaltung spannt einen gestalterischen Bogen zwischen den Bestandsgebäuden der Umgebung und moderner Architektur. Während eine Lochblechfassade einen originellen Sockel im Erdgeschoss erzeugt, bringt die vorgehängte Metallfassade mit weißen und anthrazitfarbenen Elementen Ruhe in die Gestaltung der restlichen fünf Geschosse. Der mittig gelegene Erschließungskern dient als vertikal gliederndes Element. Der Zugang zum Gebäude wird sowohl über die Ost- als auch über die Westseite ermöglicht.
Die vielfältige Nutzung der umliegenden Immobilien spiegelt die Lebendigkeit des Viertels wider. Es finden sich neben Wohnungen und unterschiedlichen Gewerberäumen auch ein Verwaltungsgebäude sowie ein Parkhaus. Nebenan residiert ein alteingesessenes Puppentheater.
Neubau eines Einfamilienhauses in Holzhybridbauweise
Leipzig, 2021
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sascha Jecht (M. Sc. für Architektur)
Maria Sophie Kimm (M.A. für Architektur)
Publikationen
Architekturkalender 2025 Architekturkalender 2023 Ausstellung “Zukunftsfähiger Holzbau in Mitteldeutschland” 2024
Konzept
Im Schleußiger Quartier, welches im Zuge des frühen 20. Jahrhunderts für die Stadt Leipzig erschlossen wurde, reiht sich der Entwurf des Einfamilienhauses in ein wechselhaftes Ensemble verschiedener Zeitschichten und kleinerer wie größerer Gebäude ein. Der Neubau umfasst 400 m² Bruttogeschossfläche mit 314 m² Nutzfläche bei 1.289 m³ Bruttorauminhalt.
Die Fassade gliedert den quaderförmigen Gebäudekörper in einen gleichmäßigen und stringenten Rhythmus aus Stahl, Holz und Beton. Das unterkellerte EG aus Sichtbetonfertigteilen formt den kräftigen und stabilen Sockel, auf dem ein leichterer zweigeschossiger Holzkörper ruht. Die Fassadengliederung folgt dem Prinzip von Offen und Geschlossen im klaren Takt, der sich gleichmäßig über beide Materialbereiche erstreckt. Eine Dachterrasse ermöglicht gartenseitig auch in den höheren Geschossen den Austritt, während ein Stahlrahmen die Quaderform des Gebäudes bestehen lässt und der zusätzlichen Verschattung dient.
Dieser äußere Wechsel der Fassade trägt das großzügige Öffnungsprinzip des Inneren nach außen und stellt es dar. Die Räume werden eher als Kontinuum, statt als Blick durch ein Fenster, mit der Umgebung verbunden und transportieren die charmante und grüne Umgebung in die Räumlichkeiten hinein. Über ein variables deckenintegriertes Vorhangsystem, das als stufenweise Verschattung, aber auch als Beleuchtungsfläche dient, kann der Nutzer die Blickbeziehung steuern und die weiten Fronten bei Bedarf vollständig schließen. In der stählernen Fensterrahmung ist die äußere Verschattung unsichtbar integriert, die eine weitere Steuerung der Blickbeziehung und des Sonnenlichtes regelt.
Üppige Raumhöhen von 3m und eine Vollverglasung lassen den freizügigen Wohnraum im Erdgeschoss unmittelbar mit dem Garten verschmelzen. Nach Eintritt ins Gebäude folgt das Treppenhaus mit Garderobe und Gäste WC. Die übrigen Flächen im Erdgeschoss sind zu einem einzigen Kontinuum verbunden. Vom kompakten Wohnbereich aus folgt die Küche und formt hieran Kamin-, Lese- und Essplatz aus, woran sich die Terrasse als Übergang ins Grüne anreiht. In den oberen Geschossen folgen zwei Arbeitszimmer und die privaten Schlafstätten, so wie die Bäder. Die großzügige Dachterrasse ermöglicht auch in den höheren Räumen den Außenbezug mit direktem Blick ins Grüne.
Neubau eines Mehrfamilienhauses
Leipzig, 2018
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. für Architektur)
Sascha Jecht (M. Sc. für Architektur)
Konzept
Die Leipziger Karl-Heine-Straße lebt von ihrem Reichtum an Facetten und Individualität. Genau hier fügt sich das neu entstehende Wohnhaus perfekt ein. Die Wohnungen verfügen über 17 exklusive Grundrisse. Auf 60 qm bis 250 qm bietet das Leben hier alle Annehmlichkeiten. Schmuckvolle Stadthäuser aus der Gründerzeit umrahmen den Neubau, der sich stilvoll in das Bild der Umgebung einfügt.
Moderne Grundrissgestaltung, große Terrassen, Balkone und Loggien sowie behagliche Fensternischen arrangieren den Wohnraum abwechslungsreich. Dabei sind Balkone und Loggien zur ruhigen West- und Ostseite hin ausgerichtet. Warme Farbnuancen von hellem Naturstein betonen die zarten, horizontalen Linien in der Gebäudeführung. Die Komposition aus edelsten Verkleidungen in den Fensternischen, ansprechender Sockelgestaltung, leicht versetzten Balkonen, Eckverglasungen der Loggien und bodentiefen Fenstern vereint Eleganz und Abwechslung. Einzigartiger Blickfang ist die Konstruktion des Dachpavillons. Obwohl sich seine Faltung an den Dächern der umliegenden Gebäude orientiert, bleibt seine Konstruktion einzigartig in der Stadt.
Neubau einer Stadtvilla
Markkleeberg
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Bauingenieur Rainer Rakow
Visualisierung
Arian Wonneberger (M.A. Architektur)
Konzept
Im Herzen Markkleebergs, umgeben von vier Kulturdenkmälern, entsteht eine Stadtvilla mit sechs hochwertigen Wohnungen, die sich auf vier Etagen aufteilen. Umgeben von freistehenden Stadtvillen orientiert sich der Baukörper in Höhe, Lage und Kubatur an der überwiegend offenen Bebauung der Nachbarschaft. Durch seine Ausrichtung schließt sich das Gebäude hin zur verdichteten Bebauung im Norden und öffnet sich mit großen Terrassen in Richtung Südosten bis Westen.
Vor- und Rücksprünge in der Fassade lockern die Gebäudegliederung und forcieren die Eingangssituation. Tiefere Rücksprünge und die Rückstaffelung des dritten Geschosses definieren Terrassen und Balkone. Die Fassade schlägt mit Gliederungen in hell- und mittelbraunen Putzelementen einen gestalterischen Bogen zwischen den villenartigen Häusern der Umgebung und moderner Architektur. Durch die Wahl eines flach geneigten Walmdachs fügt sich das Gebäude somit auch dezent in die umliegende Dächerlandschaft.
Neubau eines Ärztehauses mit Tiefgarage
Leipzig, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Lena Schneider (M.A. für Architektur)
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Alexander Kempf (Architekt M.Sc.)
Visualisierung
Arian Wonneberger (M.A. für Architektur)
Konzept
Im nördlich gelegenen Leipziger Stadtteil Großwiederitzsch soll ein Ärztehaus mit Tiefgarage entstehen. Geplant ist ein viergeschossiger Neubau entlang der Delitzscher Landstraße. Das Gebäude umfasst verschiedene Praxen- und Gesundheitsdienstleister und wird langfristig ein neues medizinisches Versorgungszentrum. Das geplante Gebäude befindet sich in der Nähe der Leipziger Messe, umgeben von vielen Ein- und Mehrfamilienhäusern, durchbrochen von einzelnen Gewerbestrukturen. Unweit des zukünftigen Ärztehauses befindet sich das Klinikum St. Georg Leipzig sowie das Alpha Omega Labor.
Die Kubatur des Ärztehauses orientiert sich an der im B-Plan Nr. E-139 „VHW – ehemaliges Holzveredelungswerk“ festgesetzten Baugrenze. Das Erdgeschoss ist z.T. zurückgesetzt, um eine natürliche Wegeführung und einen Windfang auszubilden. Die verglasten Flächen gewähren einen Einblick auf die innenliegenden gewerblichen Nutzungen. Durch abgesetzte Holztüren wird dem Besucher sofort ersichtlich, wo sich die Eingänge befinden. Die südliche Fassadenseite wurde im Erdgeschoss zurückgesetzt, um Parkplätze für die ankommenden Besucher zu schaffen. Auf der rückwärtigen, geschlossenen östlichen Fassadenseite befindet sich der Zugang zu dem Autoaufzug. Dieser Aufzug gewährleistet den Zugang zu der Tiefgarage, welche wiederum genügend Parkflächen für Mitarbeitende, als auch ausreichend Platz für Nebenflächen zur Verfügung stellt.
Erschlossen wird das gesamte Gebäude über ein innenliegendes Sicherheitstreppenhaus, welches den Kern des Gebäudes bildet. Angrenzend an das Treppenhaus befinden sich zwei große Atrien, welche das Innere des Gebäudes zusätzlich belichten. Das klare Raster der Fassade spiegelt sich auch in der inneren Struktur des Gebäudes wider. Aufgrund des Versorgungskerns, bestehend aus dem Treppenhaus, den Atrien und den Sanitärbereichen, können sich die restlichen Räume und Wände in einem 1m x 1m Raster bewegen. Langfristig kann das Gebäude sich an die Bedürfnisse der einzelnen Nutzer anpassen. Diese Form der Grundrissgestaltung stellt einen nachhaltigen Architekturansatz dar. Das Gebäude soll eine Winkelstehfalzfassade erhalten. Die umlaufenden Fensterbänder gliedern und prägen die Außenwirkung des Gebäudes. Die Fassadengestaltung liegt ebenfalls dem 1m x 1m Raster zugrunde, jedoch spielen die Winkelstehfalzmodule im Gegensatz zu den Fensterbändern mit dem Raster. Da das Fassadenraster der Winkelstehfalzmodule mit zunehmender Geschosshöhe immer kleiner wird, erweckt das Gebäude den Eindruck, dass es sich nach oben verjüngt und gen Himmel streckt.
Das Grundstück wird lediglich mit der Zuwegung für Fußgänger als auch der Zufahrt für die Parkflächen und den Autoaufzug ausgestattet. Die Bodenbeläge für die Zuwegungen sollen mit versickerungsfähigem Pflaster erfolgen. Die restlichen Flächen des Grundstückes sollen größtenteils als Wiesenfläche belassen werden und mit einheimischen bzw. wie in B-Plan vorgeschriebenen Gehölzen und Bäumen bepflanzt werden. Die zwei straßenseitigen größeren Bäume als auch die drei großen Bäume im rückwärtigen Bereich des Grundstückes sollen erhalten werden. Somit bleibt der gartenähnliche Charakter des Grundstückes bewahrt.
Neubau einer Stadtvilla mit mehreren Wohneinheiten
Leipzig, 2011
Kompetenzen
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Konzept
In der freistehenden Stadtvilla Heine entstehen zehn exklusive Eigentumswohnungen mit Grundflächen zwischen 80 qm und 220 qm mit nicht einsehbaren Terrassen und Loggien und unverbaubarem Blick ins Grüne. Der Neubau wird über eine Tiefgarage mit 16 Pkw-Stellplätzen verfügen. Die Architektur des Bauvorhabens orientiert sich in Kubatur, Gebäudehöhe und Lage an den benachbarten Bestandsbauten, die aus der Gründerzeit, dem Jugendstil, aber auch der Neuzeit stammen. Das geplante Gebäude befindet sich zwischen freistehenden Stadtvillen an der Karl-Heine-Straße. Südlich, entlang der Karl-Heine-Straße, befinden sich verschiedene historische Gebäude in offener und geschlossener Bauweise. Diese Bestandsbauten sind in Höhe, Kubatur und Stilrichtung sehr unterschiedlich. Im Norden begrenzt die „Kleine Luppe“ das Grundstück. Dahinter erstreckt sich der Ausläufer des Palmengartens als bekannter Leipziger Parkanlage.
Der Entwurf des Neubaus nimmt die Baulinien der umgebenden Bebauung auf. Das Gebäude teilt sich in zwei große Kuben, die leicht versetzt zueinander die beiden Wohnbereiche des Hauses nach außen ablesbar gestalten. Verbindender Bereich ist der mittig gelegene Erschließungskern, der als vertikal gegliedertes Element den Eingangsbereich des Hauses bildet. Dieser bildet durch sein weit auskragendes Vordach ein großzügiges Entrée zum Haus. Das Erdgeschoss befindet sich im Hochparterre, sodass in den Wohnungen ein hohes Maß an Privatsphäre entsteht. Die Brüstungen zu Balkonen und Terrassen sind zusätzlich geschlossen gestaltet. In den Obergeschossen werden sie als transparente Glasbrüstungen ausgeführt. Einblicke werden durch Einlage abdunkelnder Folien zwischen den Scheiben der Brüstungen verhindert.
Das Fassadenmaterial soll in Muschelkalk, Sandstein oder Betonwerkstein mit Gliederungen in hellgrauen Putzelementen den gestalterischen Bogen zwischen den beiden Nachbargebäuden bilden. Natürliche, edle Materialien – Holz, Naturstein, Glas und Edelstahl – werden neu und harmonisch kombiniert. Hochwertige Ausstattung mit modernster Technik unterstreicht die Exklusivität und Nachhaltigkeit des geplanten Bauvorhabens.
Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern
Leipzig, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Architekt Stefan Oertel (Dipl.-Ing.)
Konzept
Im Stadtteil Leutzsch, gelegen im Leipziger Westen, welcher durch Grünflächen und Kleingärten, sowie einem wechselhaften Ensemble aus offener Bebauung mit Villen und Stadthäusern geprägt ist, reiht sich zwischen dem Lindner Hotel und einer Kleingartenanlage der Neubau von zwei architektonisch hochwertigen Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 20 Wohneinheiten und einer Tiefgarage ein. Die Neubauten umfassen insgesamt eine Wohnfläche von etwa 3800m².
Umgesetzt wurden zwei Baukörper, welche im Untergeschoss durch eine Tiefgarage verbunden sind. Im Untergeschoss wurden neben den Stellplätzen auch die Abstellräume und die Haustechnik untergebracht. Der, zwischen beiden Gebäuden liegende Bereich der Tiefgarage wurde begrünt, so dass dieser sich optimal in die Gartengestaltung einfügt. Die Gebäude wurden mit je drei Vollgeschossen und je einem zurückgesetztem Staffelgeschoss geplant. Die Wohneinheiten verfügen über großzügige Loggien und Terrassen mit Blick in das Landschaftsschutzgebiet des Leipziger Auwald und erzeugen somit einen engen Bezug zum grünen Außenraum. Für die Wohnungen im Erdgeschoss wird die grüne Umgebung durch großzügige Verglasungen zu den erweiterten Gartenbereichen noch erlebbarer.
Die beiden Wohnhäuser orientieren sich in ihrer Maßstäblichkeit und Höhe an der umgebenden Bebauung. Der geplante Entwurf mit dem großzügigen Garten fügt sich in die durchwachsene Umgebung ein. Die offene Bauweise, als auch die Positionierung des neu gebauten Gebäudeensembles auf dem Grundstück nehmen den Duktus der städtebaulichen Umgebung auf und ermöglichen zugleich eine optimale Ausrichtung auf dem Grundstück.
Die Gebäude leben von Ihrer abwechslungsreichen Fassadengestaltung aus hochwertigen Materialien, in der sich moderne und klassische Elemente zeitgemäß verbinden. Das Spiel von Vor- und Rücksprüngen in der Gebäudeform, die Anordnung der Balkone und das Rückspringen der Staffelgeschosse bilden einen aufgelockerte Baukörper, welche sich stilgerecht in die umgebende städtebauliche Situation einfügen. Die realisierten Wohnhäuser entsprechen in ihrer Kleinteiligkeit und Lebendigkeit einer neuzeitlichen Stadthausbebauung im Villenstil. Die Fassadenmaterialien schlagen mit der Gliederung in Putz- und Werksteinelemente den gestalterischen Bogen zwischen den villenartigen Bestandsgebäuden der Umgebung, dem Solitär des Lindner Hotel und moderner Architektur.
Neubau einer Stadtvilla am Elstermühlgraben
Leipzig, 2022
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. für Architektur)
Konzept
Im Leipziger Stadtteil Zentrum-West entstand eine hochwertige Stadtvilla mit sechs Einheiten am Elstermühlgraben. Das Rahmenkonzept zum Stadthafen, eine Bebauung in Form von offener beziehungsweise abweichender Bauweise, Stadthäusern, Villen und Geschossbauten mit zwei bis vier Vollgeschossen vor. Das Gebäude ist viergeschossig und vollständig mit einer Tiefgarage unterkellert. Das Erdgeschoss befindet sich im Hochparterre, so dass die unterste Nutzungseinheit ein hohes Maß an Diskretion zulässt. Analog dieses Konzeptes und ausgehend von der exponierten Lage und Form des Grundstücks, schlugen wir einen stark gegliederten Baukörper mit deutlicher Orientierung zum Wasser vor. Durch diese Grundstruktur gelang es uns ein Gebäude zu entwickeln, welches sich zu den Seiten parallel zur Schreberstraße und parallel zur Käthe-Kollwitz-Straße schließt. Das Gebäude öffnet sich hingegen nach Südwesten und gibt den Blick auf den Flussbereich frei.
Durch die Grundrissform ergeben sich auf der Fluss-Seite großzügige Terrassen, durch welche der Baukörper dynamisch und leicht wirkt. Dementsprechend ergibt sich vom Elstermühlgraben aus gesehen ein stark gegliederter Baukörper, der als städtebauliche Dominante gegenüber dem Schreberbad und dem Stadthafen fungieren kann. Das Gebäude teilt sich in zwei ungleich große Kuben die, leicht versetzt zueinander, die beiden Nutzungsbereiche des Hauses nach außen ablesbar gestalten. Als Fassadenmaterial wurde Holz mit Gliederungen in hell- und mittelgrauen Putzelementen verwendet.
Neubau des Geschäftssitzes der Firma BEDAV GmbH
Leipzig, 2010
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. Innenarchitektur)
Dipl.-Ing. Rainer Rakow
Konzept
In einem Architektenwettbewerb für einen Neubau des Geschäftssitzes der BEDAV GmbH in Leipzig konnten wir mit unserem Vorschlag den 1. Preis belegen und wurden mit der Realisierung beauftragt. Die Baukörperstellung wurde so gewählt, dass ein möglicherweise 3. Bauabschnitt errichtet werden kann und mit einem vorgelagerten Grünbereich mit Parkflächen ein campusartiger Eindruck entsteht. Durch die Lage der geplanten Gebäude gliedert sich das Grundstück in Verkehrsflächen und Ruhezonen. Zusätzlich entsteht durch die Anordnung des künftigen Hauptgebäudes parallel zur Bornaer Straße eine Empfangsgeste für die Besucher des Unternehmens.
Zusammen mit architektonisch verbindenden Elementen wie überdachten Wegeführungen und weit auskragenden Vordächern wird eine Art Vorplatzsituation geschaffen. Die Haupterschließung des Gebäudes wird deutlich herausgearbeitet. Im abgewandten Bereich wurde in einem 2. Bauabschnitt eine Cafeteria angebaut, die das Gebäude nach Südwesten hin ergänzt. Sie dient als Treffpunkt und Kommunikationszentrum für Besucher und Mitarbeiter.
Innerstädtisch hochwertiger Neubau mit innovativer Fassade und medizinischer Nutzung
Leipzig, 2012
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Sara Müller (Dipl.-Ing. für Innenarchitektur)
Innenarchitektur
Lounge Designgroup
Publikationen
Detail Zeitschrift 2013 Architekturkalender 2013
Konzept
Mit dem Ärzte-Kompetenz-Zentrum am Simsonplatz in Leipzig schließt sich die Ecksituation am Bundesverwaltungsgericht. Die Gestaltung des neuen Gebäudes fügt sich harmonisch in das Ensemble aus Bundesverwaltungsgericht, Gründerzeithäusern und Mendelssohnufer. Zwar unterscheidet sich die Fassadengestaltung des Neubaus von der übrigen Bebauung, jedoch orientiert sich die Gestaltung an den Traufhöhen und Gesimsen des benachbarten Gründerzeithauses.
Der zerschnittene Baukörper schiebt einzelne Geschosse über den entstehenden Gebäudeknick hinaus. Mit diesem Versatz entsteht eine völlig neue Eckenkomposition: Das Haus biegt buchstäblich um die Ecke. Brüstungen und obere Fensterabschlüsse laufen diagonal auseinander. Wo sie aufeinandertreffen, entstehen vollständig verglaste Flächen. So gewinnt der Innenbereich großzügige, helle Wartezonen, während die Behandlungsbereiche seitlich geschützt bleiben.
Die Winkel der Fassadenstruktur finden sich auch im Innenbereich wieder, hier gliedern sich Flurbereiche nach dem Patientenaufkommen. Für das Ärztezentrum entsteht so eine perfekte Arbeitsatmosphäre, Patienten werden in einer hellen und sachlichen Umgebung empfangen. Es handelt sich um ein energetisch sparsames Gebäude. Die zweischalige Fassade, Heiz- und Kühldecken sowie Erdwärmenutzung optimieren den Energieverbrauch. Die flächenbündige Verglasung spiegelt zudem das Bundesverwaltungsgericht und spielt so mit seiner Lage.
Ausbau der Räumlichkeiten der Architektenkammer Sachsen
Leipzig, 2014
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Vicky Leider (Dipl.-Ing. (FH) für Architektur)
Partner/-in
Innenarchitektur
Kasel Innenarchitekten – Sibylle Kasel
Ausführung/ Bauleitung
Architekturbüro Dr. Crimmann
Konzept
Für die neuen Räumlichkeiten der Architektenkammer Sachsen in Leipzig durfte die bürogemeinschaft BAUKOMPLEX – Architekt Martin Faßauer die Entwurfs- und Genehmigungsplanung entwickeln. Die Innenarchitektur wurde wurde von Kasel Innenarchitekten – Sibylle Kasel umgesetzt, die Ausführung und Bauleitung oblag Architekturbüro Dr. Crimmann – Dr. Berthold Crimmann.
Neubau eines Stadthauses
Markkleeberg
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Konzept
In Markkleeberg entsteht ein großzügiges Stadthaus in unmittelbarer Nähe zum Markkleeberger See. Zwei Familien teilen sich die Stadtvilla mit einer Grundfläche von 161 qm, ohne sich dabei räumlich zu nahe zu kommen.Die klassisch modern gehaltene Kubatur des Objektes offeriert mit dem verschobenen Satteldach eine leicht expressive Geste. Durch diese Verschiebung entstehen Ecksituationen im Außenbereich, die beiden Familien mehr Privatsphäre ermöglicht.
Zusätzlich werden Wohn- und Aufenthaltsbereiche vertikal jeweils diagonal zueinander angeordnet. Dies ermöglicht einer Familie den gewünschten Seeblick vom Wohnbereich, der anderen die bevorzugte Gartennutzung. Grundsätzlich aber orientiert sich das Gebäude in Art und Maß an der umliegenden Architektur. Der Gebäudegiebel liegt straßenseitig. Großzügig ist der Gartenbereich angelegt. Hier bleiben die Freiflächen wasseraufnahmefähig, der vorhandene Baumbestand bleibt weitgehend erhalten und die Grünanlage autofrei. Insgesamt vier Stellplätze befinden sich an den seitlichen Grundstücksgrenzen des Grundstücks.
Umbau eines Einfamilienhauses
Leipzig, 2023
Kompetenzen
Architekt Martin Faßauer
Franziska Michl (Architektin Dipl.-Ing.)
Konzept
Geplant wurde der Umbau eines Einfamilienhauses in Borsdorf, bei Leipzig. Das im Bestand 3-geschossige Gebäude wurde rückgebaut und die wesentlichen Aufenthaltsräume im Erdgeschoss neu angeordnet. Ergänzend wird ein offenes Galeriegeschoss hinzugefügt, welches dem Wohn- und Essbereich mehr Großzügigkeit und Helligkeit verleiht.